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Wir bitten um etwas Geduld. Die Ladezeit ist überdurchschnittlich lang. Wir arbeiten dran!!


Island Fotobuch von Soundtracking : Iceland

Weil uns die Natur auf Island schier überwältigt hat, haben wir uns Ende letzten Jahres dazu entschlossen, ein Fotobuch mit unseren schönsten Naturfotos zu erstellen. Hier seht ihr das Ergebnis. ♥

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Högni Egilsson - Der Klang isländischer Melancholie

 

Reden wir über die isländische Musikszene, kommen zwangsläufig Björk und Sigur Rós auf den Tisch. Sie kennt man. Hat man schon einmal gehört. Islands Aushängeschilder auf dem arty Musikmarkt. Doch wagen wir einen Schritt vorwärts, einen Blick um die Ecke, reihen sich neben die international erfolgreichen Vorzeige-Kreativlinge auch Talente, die trotz ihrer vermeintlichen Unauffälligkeit, ihrem islandzentrierten Wirken nicht weniger begabt und originell dahermusizieren. Einer von ihnen ist der wunderbare Högni Egilsson.

 

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"Kítón + Kex" - Dokumentation über Frauen in der Musikszene

Vor einigen Monaten haben wir im Kex Hostel in #Reykjavík die Veranstaltungsreihe KÍTÓN - konur í tónlist unterstützt und ein bisschen Filmmaterial zum ersten Teil dieser wunderbaren Dokumentationsreihe beigesteuert. Die ganze Dokumentation - insgesamt acht Teile - über Frauen (u.a. #Soley) in der (isländischen) Musikszene findet ihr auf Youtube und empfehlen wir euch wärmstens. (engl.)

 

#soundtrackingiceland #kexkiton #music #reykjavik #iceland

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// Spendenaktion: #dingemitmusikregeln // Soundtracking-Kalender "Inselstimmen" für die Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V.

 


 

Weihnachten poltert mit großen Stiefel-Stampfern auf uns zu und wie jedes Jahr sitzen Jan und ich seit einigen lauschigen Abenden bei Kerzenschein zusammen und fragen uns, wie wir dieses Fest verbringen möchten, was und ob wir uns etwas schenken, was wir verschenken, was das alles soll und wie der Weihnachtsmann aussieht.

 

Eine Frage, die wir in diesem Jahr sehr schnell klären konnten, war die des Ortes und der Gesellschaft. Denn nachdem wir mit Soundtracking : Iceland ein halbes Jahr fern von Zuhause, unseren Familien und Freunden verbrachten und uns die letzten zwei Jahre über Weihnachten ins Ausland schlichen, um dem Trubel zu entfliehen, wollen wir dieses Jahr nachholen, was wir in den letzten verpassten: Ein bisschen Familienwahnsinn am Heiligen Abend, alle knuddeln, drücken, herzen, viel gutes Essen in uns hineinstopfen, mit unseren Liebsten darüber schmunzeln, wenn wieder die ewigen Kamellen von früher herausgezupft werden, Muttis und Vatis sich auf die Schenkel klopfen, während die Kinderlein genierlich am Plätzchen knabbern. Wir wollen beieinander sein in diesem Jahr.

 

 

 

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Wo stecken Sie denn gerade? - Soundtracking: Iceland im Lonely Planet Traveller Magazin

Danke, du liebes Lonely Planet Traveller Magazin für das nette Interview, nachzulesen in der Printausgabe Jan/Feb 2017 und heute schon vorab online. Mit dabei viel über Soundtracking : Iceland und einige Island-Tipps von uns. Wir freuen uns riesig und sind ordentlich stolz. ♥
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Ein halbes Jahr Soundtracking : Iceland - Und nu?

Es ist ruhig geworden um Soundtracking : Iceland. Das liegt allerdings nicht nur daran, dass wir einen kleinen Deutschland-Koller verwinden mussten, sondern hängt hauptsächlich mit unseren Plänen für die Zukunft zusammen, die derzeit geschmiedet werden wollen. Wir haben Großes und Großartiges vor und stecken mitten in einem Haufen Arbeit. Aber lest selbst…

 

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Lake Mývatn, Northern Lights & Dimmuborgir

Unsere letzten Tageauf Island haben wir am Lake Mývatn verbracht und noch einige schöne Momente einfangen können. 

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Madelines Island-Resümee

Regentropfen plätschern an die Fensterscheiben unseres Willis. Ein Tropfen hat sich genau in diesem Moment auf den Weg gemacht und fließt im Takt von Sigur Rós, der aus meinen Laptop-Lautsprechern melodeit, die Scheibe herunter und verschwindet aus meinem Sichtfeld. Gestern noch hat die Sonne geschienen, aber die warmen Strahlen würden heute nicht so richtig in die  Stimmung passen, die mich ergriffen hat. Wie die Wolken, die über Nacht aufgezogen sind und die ersten Schneeflocken auf die Bergspitzen geschickt haben, legte sich mit jedem Kilometer, den wir in den letzten zehn Tagen auf Seyðisfjörður zufuhren, eine Art klamme Kälte auf meine Schultern und drückte. Ich hatte mir vorgenommen, meine Leichtigkeit, die sich hier heimlich in mein Leben geschlichen und mich von innen heraus gewärmt hatte, mit nach Hause zu nehmen und meinen Liebsten ein Stückchen zu schenken. Doch jetzt, in diesem Augenblick, wo der eisige Winter hereinbricht, muss ich mir eine dicke Wolldecke bis über die Nasenspitze ziehen, damit meine eigenen Füße warm bleiben, während wir auf den Stahlkoloss warten, der uns über das kalte Meer tragen und unerbittlich unserer alten Heimat übergeben wird. Wir stehen auf einem grauen Parkplatz und haben noch eine Nacht, die wir im Schutz unserer Berge verschlummern dürfen. Oder  um die Gedanken des letzten halben Jahres zu ordnen, zu resümieren, was da eigentlich von ganz allein geschah. Weil wir es geschehen ließen.

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Jan´s Island-Resümee

Was ist eigentlich so mit mir passiert in diesem halben Jahr Island?

 

Die Frage, deren Antwort mir am Anfang vielversprechend erschien, möchte ich jetzt mal beleuchten. Vor dem Beginn dieser Reise und vor allen Dingen dieses Projekts, hat mich diese Frage mit am meisten von allen beschäftigt. Ich war gespannt darauf, was die Erfüllung der Aufgabe mit Musikern aus einem anderen Land, die mich gar nicht kennen, in Kontakt zu treten und gemeinsam zu musizieren, mit meiner Persönlichkeitsentwicklung macht. Ich habe erwartet, ständig über meinen eigenen Schatten springen zu müssen, während ich tagtäglich auf bisher fremde Menschen zugehe, mit denen ich wahrscheinlich nicht mehr, als die gleiche Leidenschaft teile. Denn ich kenne mich mehr als jemanden, der gern alleine ist und wenn nicht alleine, dann zumindest in einem sozialen Umfeld, das mir nicht ständig neue Menschen präsentiert. Eher ein Umfeld aus wenigen, guten, am liebsten langjährigen Bekanntschaften, in dem ich mich auskenne. So eine Art Sicherheitszone.

 

So war es zumindest in Deutschland. Im Nachhinein bin ich überrascht, wie viele schöne Bekanntschaften ich hier in Island machen durfte. Anfänglich haben wir ja viele Interviews mit isländischen Musikern und Bands über die hiesige Musikszene und den vermeintlich isländischen Sound geführt. Die Perspektive eines Interviewers war interessant und hat die Anzahl an Kontakten zu Musikschaffenden in kurzer Zeit sicherlich katalysiert, aber es gab mir auch ein Gefühl von unangenehmer Distanz. Ich kenne diese Situationen, allerdings aus der umgekehrten Perspektive – als Musiker. Wenn wir mit meiner eigenen Band Interviewsituationen hatten, kamen oft die gleichen Fragen. Nur wenige Interviews waren wirkliche Perlen, die in Erinnerung blieben. Diese Erinnerungen und Erfahrungen schwirrten mir die ganze Zeit im Kopf umher und damit waren meine Ansprüche an mich selbst, ein gelungenes, interessantes und amüsantes Interview zu führen, ziemlich hoch. Gelegentlich ist es mir für mich zufriedenstellend gelungen und ich war überrascht, dass die Musiker die Interviews angenehm fanden (Ich kenne die Floskeln und die Blicke von mir selbst und kann unterscheiden zwischen professionell freundlich und wirklich freundlich). Das war eine interessante Aufgabe, die zu meistern mich sicherlich ein Stück wachsen lassen hat. Wenn man was in der Tasche hat, wie wir unser Projekt, dann ist es wesentlich leichter Menschen zu begeistern und sich selbst interessant zu machen. Das habe ich gelernt. Mach was, irgendwas, und beziehe Menschen mit ein. Dann geht’s auch voran. 

 

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Geothermal area Lake Mývatn

Letzte Woche unternahmen wir einen kleinen "Pupsausflug", wie ich ihn in Gedanken liebevoll nenne. Wer schon einmal in einem Geothermalgebiet unterwegs war, weiß genau, dass es meinem Gedankenspiel alle Ehre macht, denn die schwefeligen Dämpfe, die aus der Erde austreten, müffeln ganz schön. Doch irgendwie gewöhnt man sich langsam daran. Nach einem halben Jahr heißem Duschwasser, was immer ein bisschen wie faule Eier riecht, härtet man ab. Die Fotos stammen aus dem Geothermalgebiet am Mývatn, wo wir die letzten vier Nächte verbrachten. Malt die Natur nicht manchmal schöne Farben und Formen? Oder mit Jans Worten: "Wir laufen grad` durch`n Gemälde, find`ste nich`?" Das letzte Bild ist übrigens eine waschechte Grotte, in der die Menschen vor einigen Jahren noch fleißig bei angenehmen 38°C geplanscht haben, jetzt ist das Wasser mit über 45°C leider zu heiß.

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Time to say goodbye, lovely Hvammstangi

Unsere letzten Tage in #Hvammstangi sind vorüber. Wir verbrachten sie mit wunderschönen Mondaufgängen, #whalewatching im Hafen, #Sonnenuntergängen am #Fjord, nebeligen, windigen Naturschauspielen und einem richtig klasse Konzert. Jan hat sich mit einem lustigen, talentierten Haufen zusammengetan und ein schickes Set auf die Beine gestellt. Thema: "Bratwurst-Country". Einen kleinen Eindruck dieser innovativen Musikrichtung durftet ihr ja schon bestaunen, mehr davon wird es in den nächsten Wochen geben. Da Hvammstangi ein sehr überschaubares Örtchen ist und man dort - wie überall in Island - recht unaufgeregt mit Fame oder Nicht-Fame umgeht, hatten wir sogar noch einen spontanen Überraschungsgast auf der Bühne. Ásgeir Trausti. Wer ihn nicht kennt, sollte sich dieses sympatische Kerlchen unbedingt mal anschauen. 

 

In unseren langsameren, familiären Minuten verbrachten wir viele gemütliche Stunden bei Kaffee oder Kochstunden in unserer lieb gewonnenen #Sjoppán (Tankstelle). Zum Abschied gab es von uns "Germans" zünftige deutsche Küche für die Stammgäste: Semmelknödel und Frikadellen mit Erbsen und Möhrchen. Kam ganz gut an, obwohl die Verwirrung groß war, weil die obligatorischen Kartoffeln, die es normalerweisen jeden Tag in sämtlichen Variationen gibt, für die starken Jungs unauffindbar blieben. :-)

 

Seit drei Tagen sind wir nun wieder unterwegs, tuckern mit unserem Willi langsam aber stetig Richtung #Seyðisfjörður zur Fähre und haben noch einen Zwischenstopp am #Mývatn (Mückensee) eingelegt. Den Mücken, die eigentlich Fliegen sind, ist es hier zu windig (gestern haben wir die Ausläufer von #HurricaneNicole zu spüren bekommen), uns auch, daher geht es morgen wieder weiter. Trotzdem ist dieses Örtchen einen Besuch wert. Visuelle Eindrücke des Mývatn gibt´s dann morgen.

 

Wie ist das Wetter denn bei euch so? Müssen wir uns auf typisch verregnete Tage in #Hamburg einstellen? Oder guckt die Sonne ab und zu mal raus?

 

Liebste Grüße aus #Reykjahlíð und macht es euch muckelig ♥ Wir kochen uns jetzt erst einmal einen selbst geernteten Bergthymian-Tee.

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black and white - Faces in Iceland

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Abschiedskonzert im Restaurant Sjávarborg - Ze German and ze Spielmeisters

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Du da, im Raaadiooo...

Man wundert sich im kleinen Örtchen Hvammstangi - besonders die Menschen, die nicht so schnell mit uns in Kontakt kamen. Wer wohnt denn in diesem Wohnmobil, was da tagtäglich durch unsere Straße fährt. Warum ist es so groß und so alt? Damit diese Fragen endlich beantwortet werden konnten, hat man uns für ein Interview in die lokale Radiostation eingeladen. Dort haben wir ein wenig über unser Projekt und unser Wohnmobil geplaudert und natürlich unsere grandiose Abschiedsparty am letzten Freitag beworben. Danke nochmal an Herdís und Elísabet von Elísadís á Trölla fm für das lustige Gespräch. Wer die Sendung vom 13. Oktober 20:00 Uhr hören möchte, kann dies auf http://fm.trolli.is ...

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Deutsche und isländische Freundschaften – Begegnungen in drei Arten

Heute soll es um Menschen gehen, um Freundschaften und wie wir sie auf unserer Reise erfahren. Nach fast vollen sechs Monaten auf Island fanden wir so einige Freunde, verließen geglaubte Freunde wieder und lernten hin und wieder sogar richtig doofe Menschen kennen, die man eigentlich niemals um sich haben möchte. Erstere sind uns die liebsten, letztere tangieren uns eigentlich eher selten, da sie nur kurzweilige Begegnungen sind, über die wir im Nachhinein sogar lachen können. Mit zweiter Kategorie haben wir allerdings so unsere Schwierigkeiten, hatten wir schon immer. In Deutschland, in Hamburg und sogar in Island gab es sie, was uns – obwohl wir damit hätten rechnen sollen – dann doch (Wie sollen wir es ausdrücken? „überraschte“, „erschütterte“ „enttäuschte“) beschäftigte.

 

Bisher sangen wir über das isländische Völkchen ausschließlich in hohen Tönen. Und das Lied können wir auch weiter trällern, denn sie sind einfach famos. Vieles wird auf Island netter, einfallsreicher und freier gehandhabt als Zuhause. Jeder hat die Möglichkeit, etwas zu beginnen, zu gestalten und umzusetzen, ohne dafür belächelt zu werden. Die Voraussetzungen, etwas zu schaffen, sind ohne jeden Zweifel vorhanden. Falls die Erwachsenen einmal keine Lust haben, eine Halloweenparty für die Kinder zu organisieren, sich niemand darum kümmert, es schlichtweg vergessen wurde, gehen besagte Kinder einfach selbst zum Rathaus, holen sich eine Genehmigung des freundlichen Bürgermeisters und schmeißen die fetteste Sause, die der Ort je gesehen hat. Kein Ding. Wenn da jemand aus dem Ausland kommt und die Idee hat, Kaninchen zu züchten, weil das sonst niemand hier macht, also den Mut hat, eine innovative Geschäftsidee umzusetzen, dann helfen sogar die Menschen aus dem Dorf mit. Sie steuern freundschaftlich etwas bei, weil sie ein bisschen stolz darauf sind, dass sich jemand gerade ihr Land, ihr Dorf aussucht, um etwas Neues zu kreieren und auch weil sie daran glauben, dass es gut werden kann. Oder wenn da zwei Leutchen aus Hamburg kommen, die sich in den Kopf gesetzt haben, eine Dokumentation über die isländische Musikszene zu drehen, ohne je vorher in Island gewesen zu sein, auch dann lächeln sie, vermitteln Kontakte, geben bereitwillig Interviews, spielen Songs mit ihnen und freuen sich darüber, wenn man ihnen für ihr Vertrauen dankt. Manchmal wird auch eine Freundschaft daraus. Na klar, trafen wir auch Isländer, die mürrisch, patzig oder ungeduldig mit uns waren. Auch hier scheint nicht immer die Sonne. Doch bisher waren dies „Einmal-Begegnungen“. Entweder wir sahen sie nie wieder oder sie waren beim nächsten Mal freundlicher und aufgeweckter. Meine Theorie zu denen, die beim zweiten Mal plötzlich zugetaner waren: Sie realisierten, dass wir jetzt einfach da sind. Dass wir uns Mühe geben, isländisch zu lernen, dass wir auch ziemlich nette Leute sind und dass wir uns nicht beirren lassen. Gefühlt sind die Isländer einfach sehr viel besser darin, Ist-Zustände als gegeben anzunehmen und das beste daraus zu machen. Tolerieren, akzeptieren und vielleicht sogar etwas Freude daran finden, zumindest aber, sich auf keinen Fall die eigene Zeit vermiesen lassen.

 

Auf Reisen sein, fühlte sich lange Zeit immer so an, als wären wir unter unserer kleinen, sicheren Glaskuppel unterwegs. So ging es uns in Frankreich und Spanien, in San Francisco, in Schweden, Teneriffa und anfänglich auch in Island. Unterwegs sein, von A nach B, häufige Ortswechsel und das Land erkunden, spontane Bekanntschaften, die sich manchmal sogar wie Freundschaften anfühlten, sich so anfühlen KONNTEN, gerade weil sie vergänglich waren, gaben uns das Gefühl, dass sie es alle mindestens genauso gut mit uns meinten, wie wir mit ihnen. Dass sie auf uns genauso neugierig waren, uns gegenüber ebenso unvoreingenommen waren, wie wir ihnen gegenüber. Klar, auch kurze Begegnungen mit weniger erheiterndem Charakter waren darunter. Vor einigen Wochen erzählten wir zum Beispiel einem Nachbarn auf der Reykjavík Campsite von unserem Projekt. Dass wir eine Dokumentation drehten und dafür ein halbes Jahr  in unserem Wohnmobil unterwegs wären. Fand er wohl irgendwie okay. Musik? Klasse! Was wir denn aber arbeiten würden, fragte er uns. Also, in Echt. Unser richtiger Job, wie wir uns das leisten könnten. Wir berichteten ihm von unseren Jobs, die wir von hier in Deutschland ausübten und er nickte. Diese Art von Nicken, die nicht viel mit ehrlichem Verstehen zu tun hat. Danach hatten wir uns eigentlich nicht mehr viel zu sagen (zumindest Jan und ich wussten nicht mehr so recht, was uns dazu noch einfallen sollte). Er hingegen musste uns noch unbedingt erzählen, was er so tat, Bankangestellter, dass er letzte Woche mit einem bekannten CSU-Politiker zu Abend gegessen hätte und dass wir ja auch noch ein wenig Zeit zum Geld verdienen hätten, damit wir später ähnliche Vorzüge genießen könnten. In väterlichem Ton. Mit viel Mitgefühl darin. Sogar richtig nett gemeint, glaube ich. Wissen wir zu schätzen. Ehrlich. Aber um wirklich ganz ehrlich zu sein, haben wir anderes vor. Glücklich sein zum Beispiel. In erster Linie. Und mehr Zeit füreinander haben als vier Wochen im Jahr. Lieber einen liebevoll gehegten Willi haben, als ein aufgemotztes 500.000€-Mercedes-Expeditions-Vehikel mit Keramikschüssel. Nichts für ungut.

Witzigerweise kommen viele dieser Art Wortmeldungen aus Deutschland. Oft kommt es uns so vor, dass dieses protestantische „Schaffe, schaffe“ viele Ecken, Gesellschaftsschichten und einen großen Teil des Denkens und Glaubens in unserer Heimat dominiert. Über Glück, Liebe und friedvolles Miteinander wird unserer Erfahrung nach nur am Rande gesprochen. Deutschsein bedeutet im Großen und Ganzen Geld und Arbeit. Und ganz viel „Ich“. Leider. 

Wo wir auch wieder beim Thema wären. Denn es gibt einige Deutsche Auswanderer in Island. Viele suchen auf dieser wunderschönen Insel, die auch uns magnetisch angezogen hat, etwas anderes, als das, was sie aus Deutschland gewohnt sind. Nahezu grenzenlose Natur, unzählige Möglichkeiten, Träume zu verwirklichen und oft sogar die Liebe, ziehen Männlein und Weiblein hierher. Viele finden das, was sie für sich und ihr Leben suchen, doch einige scheitern auch. Meist an ihrem eigenen deutschen Charakter, dem sie eigentlich zu entfliehen versuchten.

Schwierig wird es für uns immer dann, wenn wir auf derlei Menschen stoßen. Zunächst ist da natürlich das Wohligsein, das Zuhause-Gefühl, wenn wir uns mit Deutschen gut verstehen. Ich denke, das geht wohl jedem so, der sich für längere Zeit im Ausland aufhält, die Sprache nicht spricht und sich in die örtlichen Gepflogenheiten eingewöhnt. Wir alle suchen immer nach Menschen, die uns am nächsten sind. Man lernt sich kennen, mag sich, hilft sich und freut sich über- und miteinander. Verbringt Zeit zusammen. Doch es kann auch der Zeitpunkt kommen, an dem aus einer Starthilfe eine Erwartung resultiert, aus einem „Ich helfe dir“ ein „Was bekomme ich zurück?“, aus einem „Lass uns das machen“ ein „Du hast es mir versprochen“, aus einem „Selbstverständlich“ ein „Aber“ werden. Und dann weiß man, dass alles eigentlich wie überall ist. Dass Freunde wertvoll sind und wir sie überall auf der Welt finden, wir uns aber auch überall auf der Welt vertun können. Dass soziale Beziehungen überall speziell sind, einfach sein können, möglicherweise in Freundschaften resultieren, oder aber an Charakterzügen scheitern, die wir Zuhause schon total doof fanden. Und dann erinnert man sich daran, dass man auch ein bisschen aus genau diesem Grund aus Deutschland weggegangen ist.

 

Zum Glück gibt es da aber auch die wunderschönen Begegnungen, die sich von Anfang an gut anfühlten und sich nach und nach zu richtig festen Freundschaften entwickeln. Und natürlich kam es beim Aufeinandertreffen überhaupt kein Stück darauf an, wo jemand seine Wurzeln hatte. Mit deutschen Digitalnomaden können wir uns wunderbar austauschen, über unsere Erfahrungen als Neulinge auf dieser tollen Insel sprechen, uns gegenseitig Tipps verraten und hin und wieder bei einem leckeren Wein und einer guten Tafel Schokolade einfach nur zusammensitzen und über Gott und die Welt (in Deutschland) klönen. Unsere isländischen Freunde eröffnen uns auf der anderen Seite eine fast komplette neue Welt, zeigen uns ganz unbewusst Gepflogenheiten und Umgangsarten, die man hier so pflegt und sind gleichzeitig unheimlich interessiert an allem, was wir aus unserer Heimat so mitbringen. An Kochrezepten, Instrumenten, wie man eine Musikschule betreibt und unserem Willi. So gleicht sich alles aus, wir mummeln uns in Altes und Bekanntes ein, das wir auch gern weitergeben, fühlen uns aber genauso wohl, dass wir Neues, Aufregendes und manchmal Merkwürdiges kennenlernen dürfen. Der Mix macht`s. Immer.

 

Soziale Beziehungen sind wirklich etwas Verrücktes. Und witzigerweise sind wir – fällt uns jetzt im Nachhinein auf – davon ausgegangen, dass im Ausland alles anders ist. Rosiger, nur coole Leute um uns rum. Stimmt auch. Ungefähr vier Wochen lang. Dann trennt sich spätestens die Spreu vom Weizen. Wie immer, überall, in Deutschland, auf Island oder in Buxtehude. Menschen sind halt Menschen und obwohl wir persönlich die isländische Mentalität etwas lieber haben als unsere heimische, erwischen auch wir uns hin und wieder dabei, dass wir uns über meckernde, alte, deutsche Opis freuen. Irgendwie.

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Soundtracking : Iceland meets Svavar Knútur with "Undir Birkitré"

Soundtracking : Iceland hat den isländischen Singer/Songwriter Svavar Knútur in seinem Wochenendhäuschen im hohen Norden Islands besucht und mit ihm ein herzerwärmendes Lied über seinen ganz persönlichen Birkenbaum neben seinem Häuschen aufgenommen.

 

www.sound-tracking.com

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Pferdeabtrieb in Island - Víðidalur Norðurland vestra

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VLOG #10 - Ganz Privat

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Chapter #10 - Soundtracking ganz privat

Auszeit

Sonnenbetankt, braungebrannt und vollgefuttert mit allerlei frischem Obst und Gemüse wurfden wir Dienstag Nacht von feinsten Nordlichtern am Flughafen Keflavík begrüßt. Wie jetzt Flughafen? War da was? Um ehrlich zu sein, ja. Klammheimlich haben wir uns eine Woche lang aus dem Staub gemacht und sind in die Sonne geflogen. Nach knapp einem Jahr quasi nonstop Soundtracking hatten wir einfach einmal das Bedürfnis, den Computer, die Kamera und unseren kuscheligen Willi ruhen zu lassen, die Firma Firma sein zu lassen und uns um unsere Beziehung zu kümmern. Eine Woche Jan & Madeline. Und eine Woche Teneriffa bei knapp 30 Grad, sternenklaren Nächten im T-Shirt, viel Oktopus, Fisch, Maracuja, Mojo auf dem Teller und ner Menge „mañana“. Wichtig war das, auch um mal sacken zu lassen, was wir da eigentlich in den vergangenen Monaten erlebt und geschafft haben. Wenn man so viel Neues, Spannendes und Aufregendes erlebt, alles auf einen Haufen stapelt, der immer  höher und höher wird, hat man am Ende gar keine Zeit zu schauen, ob unten schon fruchtbarer Kompost angesetzt hat, wenn ihr wisst, was ich meine... Für einen kleinen Rückblick, eine Bestandsaufnahme und um unsere Batterien wieder etwas aufzuladen, war dieser Urlaub also eine richtig gute, wenn auch spontane Idee. Zumal wir mittlerweile unsere Fähre zurück nach Deutschland gebucht haben und noch einmal all unsere Energie für die letzten fünf Wochen Soundtracking : Iceland mobilisieren wollen.

 

Und sonst so? Was war eigentlich los in den letzten Wochen?

 

Best friends im HotPot

Endlich konnte ich letztens meine beste Freundin wieder in die Arme schließen, die zusammen mit ihrem Freund einen Abstecher in Islands Norden unternahm. Nach meinem kleinen Heimweh-Anfall im letzten Blog-Beitrag war das irgendwie auch bitter nötig. Vor lauter Freude haben Jan und ich uns dieses Mal auch richtig was einfallen lassen, um beiden einen möglichst guten Eindruck von „typisch isländischen“ Gegebenheiten bzw. Aktivitäten zu vermitteln. So viel eben, wie in drei Tagen möglich war. Also Badesachen eingepackt und ab in` HotPot. Um die Ecke gibt es einen sehr schönen, absolut geheimen Natur-HotPot, in dem man so gut wie immer allein ist und eine wunderschöne Aussicht auf den Fjord hat. Wenn man so richtig Glück hat, und das hatten wir, ist der HotPot richtig hot, der Fjord vergleichsweise warm und am Himmel tanzen die Nordlichter. Unglaublich. Schon einige Tage zuvor probierten Jan und ich diesen Geheimtipp aus, allerdings war das Wasser etwas zu lau, sodass wir uns mit kleinen Beatbox-Wasserturn-Übungen in Bewegung hielten, um nicht auszukühlen. Auch nicht schlecht.

 

Selasigling Hvammstanga

Etwas, was Jan und ich selbst auch noch nie gemacht haben, nahmen wir uns für den zweiten Morgen vor, der uns mit strahlendem Sonnenschein entgegen lachte: Eine Robben-Bootsfahrt. Hauptsächlich habe ich mich bisher vor jeglichen Aktivitäten auf einem Boot gedrückt, weil ich nicht besonders seefest bin (siehe unsere Fährfahrt nach Island), doch bei so gutem Wetter, spiegelglatter See und Besuch von Zuhause, hatten meine Ausreden einfach keine Chance und ich überwand mich letztendlich. Eine fantastische Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Sicherheitshalber hatte ich vor Abfahrt noch eine Banane auf meinen nervösen Magen gelegt, am Ende war das Wasser allerdings so ruhig, dass mir der kleine Snack erst so richtig Appetit bereitete. Das Robbenboot lud uns schon von Weitem mit zünftiger Seefahrermusik ein, sodass Jan und Benny es sich nicht nehmen lassen konnten, ein kleines Tänzchen aufzuführen. Tja, Rhythmus im Blut, bleibt eben auch auf einem Kutterkahn Rhythmus im Blut. Und tanzende (See-)Männer sind ziemlich sexy, finde ich jedenfalls. Motoren laufen, Leinen los, „Eine Seefahrt, die ist lustig“ angestimmt und ab geht er, der Hans-Peter. Der Kapitän nimmt seinen Platz hinter dem Steuer ein und Sölvi, der Robbenexperte, verteilt noch schnell Ferngläser. Tatsächlich gab es dann ziemlich viel zu sehen. Natürlich die kleinen und ziemlich großen, dicken und supersweeten Robben, die sich auf Felsen aalen, mit den Flossen klatschen oder sich hinter dem Ohr kratzen. Aber auch eine grandiose Aussicht auf die Westfjorde, einen Gletscher, Hvammstangi, viele alte, verlassene Farmen und wenn man einen Blick nach unten riskierte, faszinierende Einblicke in die Unterwasserwelt. Da das Wasser nahezu überall auf der Insel, in den Fjorden, Flüssen und Seen glasklar ist, kann man teilweise viele Meter tief Algen, Quallen und Fische erkennen, die dort eine ganz eigene Welt bewohnen. Zwischendurch gibt es lecker Zimtschnecken, heißen Kakao, kleine Teigbällchen, deren Namen ich vergessen habe und immer wieder interessante und amüsante Storys von Sölvi rund um die Robben-, Tier- und Wasserwelt, sodass die knapp zwei Stunden Bootsfahrt mir nichts dir nichts vorüber sind. Mein Fazit: So ein Selasigling sollte eigentlich jeder einmal gemacht haben, denn es gibt wirklich viel zu sehen und zu erfahren. Bei Sonne und ruhiger See macht das ganze sogar kleinen Bootsfahr-Angsthäschen wie mir richtig Freude.

 

Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Islandpferde

Am  Nachmittag ging`s auf Pferd. Natürlich! Jeder richtige Islandaufenthalt beinhaltet zumindest einen Ausritt auf einem waschechten Isländer. Diese wunderbar eigenwilligen, kräftigen und freundlichen Tierchen sind etwas ganz Besonderes. Mehrere Monate im Jahr stehen sie in den Bergen, genießen die Freiheit, das saftige Gras und leckeren Bergthymian und dürfen einfach nur Pferd sein. Und auch unter dem Sattel hat man einfach nur Freude mit ihnen. Sie sind es gewohnt, ihren eigenen Kopf zu benutzen, den Weg zu gehen, der für sie am sichersten ist, und doch ihrem Reiter gefallen zu wollen. Meist muss man sie nur freundlich bitten und schwupps wechseln sie in die schönste Gangart dieser Erde: Tölt. Und dann kann man selbst im schnellen Tempo Kaffee trinken, ohne dass nur ein Tropfen daneben geht. 

 

Määääh

Absolutes Highlight der drei Tage sollte der Schafabtrieb mit anschließendem Schafabtriebsball werden. Und was soll ich sagen? Unsere Erwartungen wurden um Längen übertroffen! Schon seit über einem Monat hatte ich mich auf dieses kulturelle Ereignis gefreut, bei dem einmal im Jahr alle Bauern eines bestimmten Gebietes ihre Schafe aus dem Hochland heruntertreiben lassen, um sie anschließend wieder mit zu sich auf den Hof zu nehmen. Viele Freiwillige reiten bereits eine Woche vor dem festgelegten Termin ins Landesinnere und treiben die Schafe von Pferch zu Pferch, bis die kleinen trotteligen Zottelviecher, die gern genau das Gegenteil von dem machen, was man von ihnen erwartet, in einem riesigen Holzrondell angekommen sind. Dieser große, eingezäunte Bereich  sieht von oben betrachtet aus wie ein geschnittener Kuchen, der in der Mitte ein Loch hat. Die Schafe werden nun in Grüppchen von jeweils ca. 200 Stück in das Kuchenloch gelassen und von dort aus in die Kuchenstücke, die jeweils einem Bauern gehören und durch eine Nummer gekennzeichnet sind, sortiert. Damit das gelingen kann, hat jedes Schaf ebenfalls eine Markierung im Ohr. Und nun zum spaßigen Teil. Viele freiwillige Helfer aus dem Dorf, aber auch Saisonarbeiter und Touristen helfen jedes Jahr bei der Sortierung der vielen Tausend Schafe mit. Es ist ein notwendiges Zusammenkommen, denn die Isländer leben von den Schafprodukten, aber auch fettes soziales Happening. Hier das Rezept für ein gelungenes Schafesortieren: Man lange mit festem Griff nach den Hörnern des Schafes, das man sich und seiner körperlichen Verfassung zutraut, schwinge sein Bein über den Rücken und unterstütze das Festhalten mit leichten Druck durch die Knie, sodass das zappelige, absolut störrische Wolletier leichter zu händeln ist. Im richtigen Moment löse man eine Hand vom Horn, lese flink die Nummer vom Ohr ab, um sofort wieder fest zuzugreifen, bevor das Horn irgendwo reinpiekst, wo es richtig wehtut. Und dann ab mit dem Kameraden in sein Tortenstück, wo er sich vom Bockigsein erholen kann. 

Hört sich doch eigentlich ganz einfach an, oder? Gestaltete sich allerdings doch etwas schwieriger, als ich dachte. Vor allen Dingen, weil ich mich erst einmal überwinden musste. Bis zu meinem ersten und einzigen Schaf, das ich in eine Box sortierte, gingen mir mindestens 20 Geschichten durch den Kopf, wie ich bei dieser Aktion zu schmerzhaften Verletzungen kommen könnte. Jan hatte scheinbar die gleichen Gedanken sodass am Ende des Tages folgender Schaf-Sortier-Score zu verzeichnen war: Esther: 1 Schaf, Benny:1 Schaf, Madeline: 1 Schäfchen, Jan: ½ (sprich: zugucken und kluge Ratschläge erteilen). Aber wie heißt es so schön:  Dabei sein ist alles. 

Kurz nach Hause, den Cowboy-Staub abgewaschen und ein bisschen aufhübschen für den Ball. Als wir alle so an unseren Haaren, Wimpern und Kleidern  rummachten (während die Männer auf uns warteten), hörten wir allerdings von nebenan eine Menge Gaudi und Live-Musik, sodass wir unsere Ball-Pläne vorerst aufschoben und auf einen Swutsch bei den Nachbarn vorbeischauten. Guter Plan, wie wir sofort wussten, als wir uns durch die Balkontür ins Wohnzimmer schmuggelten. Hier wurden ausgelassen isländische Lieder mit Klavier, Gitarre und vollmundigen Gesängen intoniert. Jan ließ es sich nicht nehmen, packte seine Gitarre ebenfalls aus und war sofort Teil des Orchesters. Schön anzusehen und -hören. Schwierig wurde es kurz, als die guten Leute auch mal ein deutsches Lied von uns Deutschen zu hören bekommen wollten. Allein durch unseren absolut selbstbewussten Blick konnten wir einem Rausschmiss entgehen, denn was wir dort an Dissonanz mit „Hejo, spann den Wagen an“, „Wir lagen vor Madagaskar“, „Ick heff mol n Hamborger Veermaster sehn“ und „Über den Wolken“ ablieferten, war an Schlechtheit kaum zu überbieten (Benny, Esther und ich überboten uns quasi im schief Singen und übertönten Jan gnadenlos). Sind ein sehr tolerantes Völkchen, die Isländer. Trotzdem wurden anschließend deutsche Lieder nur noch von unseren isländischen Freunden selbst gesungen. Sicher ist sicher.

Der krönende Abschluss des Abends war der Schafabtriebsball im Gemeindehaus, in dem wir schon das Punkfestival vor einigen Wochen begleitet hatten. Die Atmosphäre war dank getaner Arbeit und „Buddel-Party-Style“ ausgelassen, eine Coverband aus Reykjavík kombinierte isländische Volkslieder und Charts in Coverband-Manier und Jan und ich schwangen endlich mal wieder das Tanzbein. So richtig mit anfassen und Schrittfolge. Großartig. 

 

Und dann war der Moment des Abschieds wieder gekommen. Doof finde ich das jedes Mal. Richtig schön doof. Aber nur, weil es so schön war, mein Wochenende mit meiner besten Freundin. Und ereignisreich. Besuch heißt ja irgendwie auch immer ein bisschen, sich aus seiner Komfortzone zu bewegen. Und das haben wir getan, alle vier. Mit heißen Bädern, auf dem Rücken von Pferden, an Bord des Robben-Kutters, in der Kuchenform voll mit Schafen und auf der Tanzfläche. Und das war gut so. Ich könnte glatt schon wieder Besuch bekommen.

 

Hier seht ihr das ganze in Bildern. Im Video-Log Nummer 10...

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Die Band "ERIK", Nordlichter, HotPot und eine Robbenfahrt

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VLOG #9 - Von Freunden, Musik und nem klasse Mantel

Erklärung nötig? Dann lies´ doch mal, was wir zu diesem Kapitel unserer Reise alles zu erzählen haben:

 

Hier geht´s zum Blog-Chapter #9

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Chapter #9 - Von Heimweh, Freunden und einem Zuhause-Gefühl

 

Mein Kalender hat mich heute daran erinnert, dass es in zwei Monaten nach Deutschland zurück gehen soll. Liebe Leute, wo ist die Zeit hin? Ich habe den Verdacht, sie rennt. Irgendwann in den letzten Wochen ist sie in ihre Siebenmeilen-Stiefel geschlüpft und klammheimlich losgespurtet. Und jetzt können Jan und ich nur hoffen, dass sie zwischendurch noch Pausen einlegt, sodass sich die verbleibenden acht Wochen doch noch ab und zu ein bisschen wie „unendlich“ anfühlen. 

 

Heimweh

Andererseits...

In den letzten Wochen packte mich dann doch das erste Mal Heimweh. Ich vermisse mein Zuhause. Für mich bedeutet das nicht etwa eine Wohnung oder eine Stadt, das habe ich in den letzten Monaten gelernt. Das, was mir wirklich fehlt, was „Zuhause“ wirklich bedeutet, sind meine Freunde und meine Familie. Mir fehlt, sie jederzeit in erreichbarer Nähe zu wissen. Sich das Fahrrad schnappen, zum Café ums Eck radeln und einen kurzen Kaffee mit meiner Freundin schlürfen, meine Nachbarn vor der Haustür treffen und sich über den neuesten Kiez-Tratsch austauschen, mit Mama und Papa Forellen räuchern oder einfach den ganzen Nachmittag mit meiner Schwester im Garten sitzen, die Beine der Sonne entgegen gestreckt, und meine Nichte beobachten, wie sie den Sandkasten gießt und sich die Matsche dann in den Mund steckt. Nicht dass ich das alles jeden Tag hatte, als wir in Hamburg wohnten, aber die Möglichkeit, alles das zu tun war nicht 2.580 Kilometer, 66 Stunden Fährfahrt und 200 Euro weit entfernt. Das vermisse ich und freue mich darauf, es wieder genießen zu dürfen. Bald.

 

Nachtrag von Jan:

Mein Heimweh ist dann eher kulinarischer Natur. Ich kann Pylsur, Burger und Pizza nur bedingt ertragen und mir fehlt einfach die Vielfalt. Eine Hacklatte vom Türken, einen Tintenfisch mit Chili und Basilikum vom Thai, einen Schweinebauch vom Koreaner, eine leckere vietnamesische Sommerrolle, ´ne Currywurst mit Zwiebeln, einfach frische Zutaten aus aller Welt und natürlich die gute, deutsche Hausmannskost. Was das Essen angeht, gibt es in Island für mich keine positiven Überraschungen. Und ich liebe und brauche gutes Essen. Was hier wirklich gut ist, ist Lamm und Fisch. Immer frisch. Die Lämmer grasen ihr kurzes Leben lang auf saftigen, unbelasteten Bergwiesen und genießen die Freiheit. Ich genieße sie ebenfalls - die Einöde, und komme sehr gut klar auf die quantitativ reduzierten menschlichen Begegnungen und den unendlichen Platz, den man hier genießt. Ich liebe weitestgehend alles, was Island für kreative, musikalische Menschen zu bieten hat und bin ein Freund der kurzen Wege. Denn hier kann man Ideen ohne viel Bürokratie einfach umsetzen. Ich vermisse kein St.Pauli und auch keine U-Bahn oder S-Bahn. Meine kleine Stammkneipe hingegen, könnte ich mir vorstellen nach Island zu importieren. Denn mal eben ein Bierchen trinken gehen, ist hier nicht so. Für soziale Kontakte geht man dann ins Schwimmbad oder auf Konzerte. Ist auch ok. Das täglich wechselnde Wetter, die unfassbaren Wolkenbilder und die riesige Sonne, der riesige Mond und gelegentliche Nordlichter, lassen die Landschaft in unserem Lieblingsfjord jeden Tag in einem anderen Licht erstrahlen. Man kann so wahnsinnig weit gucken und steckt nicht als einer von vielen in Häuserschluchten fest. Und wenn dann noch die Wale vor unserer Nase ihre Fontänen in die Luft schnauben, habe ich überhaupt keine Zweifel mehr, dass das hier für mich der Place to be ist. 

 

Jeep Tour 

Dank der freundlichen Elisabeth, flatterte ein weiteres Kooperationsangebot in unser E-Mail-Postfach. Der Reiseveranstalter Katla-Travel bot uns an, ein paar Tage das isländische Hochland mit einem Toyota Land-Cruiser zu durchstreifen. Die sogenannten isländischen F-Straßen kann man nämlich nur mit einem Allrad-Fahrzeug befahren. Unser alter Willi schafft das natürlich nicht. 

Also los, den Wagen abgeholt, Zelt und Schlafsack reingeschmissen und Montag vormittag Richtung Landmannalaugar gedüst. Das Fahrgefühl war sportlich. Wenn man sich sonst mit 20km/h   in einem 35 Jahre alten VW mit 102 PS und fünf Tonnen Gewicht den Berg hochprügelt, freut man sich ein bisschen über das zügige Vorankommen. In dem Örtchen Selfoss haben wir zwei Mädels am Straßenrand gesehen, die gerade dabei waren ihr Schild zu bemalen, dass sie dann raushalten wollten, um eine Mitfahrgelegenheit zu ergattern. Dazu kamen sie nicht, weil wir einfach anhielten und fragten wo es hingehen soll. Zufälligerweise wollten sie exakt die gleiche Route nehmen wie wir und so verbrachten wir am Ende den kompletten ersten Tag mit ihnen. Wir haben Wasserfälle, Hobbitlandschaften und Mondgebiete durchquert, uns den ersten Reifen zerschossen und gelernt, wie man galant Flüsse und Furten durchquert. Der Campingplatz in Landmannalaugar glich bei unserer Ankunft einer matschigen Festivalwiese. Stundenlang fuhren wir durch das nichts, um dann hier wieder einer riesigen Herde Menschen zu begegnen, die sich in einem Waschhaus wie Schafe und Schweine an den Waschbecken aufreihten, hemmungslos furzten und sich die Fertignahrung aus den Zähnen bürsteten. So langsam hat man auch genug von Kurzzeittouristen. Da wir uns bis zu unserer Zeit in Hvammstangi immer auf Campingplätzen aufhielten, haben wir so langsam einen Overkill von selbsternannten Entdeckern und menschgewordenen Jack Wolfskins. So eine Atmosphäre konnten wir gar nicht gebrauchen, machten uns ein schnelles Essen, verzichteten darauf unser Zelt im Matsch aufzubauen, legten uns ins Auto und brachen um fünf Uhr am nächsten Morgen auf. Das hat sich gelohnt – denn die Morgenstunden in den Bergen haben eine ganz besondere Magie. Nicht nur die Magie der Einsamkeit, sondern auch die des Lichts und der Ruhe. Wir machten tolle Bilder und kamen nur selten aus dem Staunen über spiegelglatte Bergseen und die Landschaft heraus. Wir fuhren drei Stunden zwischen Lava, Seen, Flüssen, Schnee und Wiesen entlang und verfielen in tiefe Demut vor der Ursprünglichkeit dieser Vulkanlandschaft. Dieser Morgen hat uns Island noch mal ein ganzes Stückchen mehr ins Herz gebrannt. Nach einem Frühstück fuhren wir weitere drei Stündchen bis nach Vík, um in der dortigen Werkstatt unseren kaputten Reifen flicken zu lassen. Hilfsbereit, unkompliziert, fertig. Dem folgte ein kläglicher Versuch, sich nochmal eine Touristenattraktion – nämlich das Wrack der 1973 abgestürzten Douglas Super DC-3 aus Amerika - anzuschauen. Kurz geparkt und dann entschieden, dass wir einfach nicht gemacht sind für derlei Attraktionen. Aber einen Klassiker haben wir dann doch noch abgegriffen, nämlich die sprudelnden Geysire in dem gleichnamigen Örtchen Geysir. Ein besonderes Geothermalgebiet im sogenannten Golden Circle. Man trifft hier nicht nur heiße Quellen, sondern auch ganz viele Reisebusse und einen Souvenirshop, in dem isländische Luft in Dosen verkauft wird. What? Egal..weiterfahren nach Thingvellir, um mal zu schauen, wie es aussieht, wenn das Auseinanderdriften der amerikanischen und europäischen Platte einen wassergefüllten Graben hinterlässt. Ehrlich? Wie ein wassergefüllter Graben zwischen zwei Kontinenten, wobei die eine Seite aussieht, wie die andere. Man kann drin tauchen. Da wurde uns erzählt, dass sich das wirklich lohnt. Klarestes Wasser und beeindruckende Unterwasserlandschaften werden dem zahlungskräftigen Islandreisenden geboten. Aber da waren wieder so viele Leute, dass wir uns dachten, lieber noch ein paar einsame Stunden mit unserem liebgewonnenen Land Cruiser zu verbringen. Wir machten uns auf den Weg nach Thorsmörk, vorbei am Seljalandsfoss. Das ist der Wasserfall, bei dem man als Mitglied einer Menschenschlange hinter das fallende Wasser gehen kann, um einen Wasserfall von hinten zu fotografieren. So spannend wie ein Stück Toastbrot haben wir telepathisch entschieden und fuhren schweigend weiter Richtung der F-Straße, die uns neue landschaftliche „Wow´s“ entlockte. Viele, viele Furten durchquerten wir mittlerweile professionell und krochen mit durchschnittlich 30km/h die steinige Piste für ca. 50km voran. Am Ende dieser Fahrbahn liegt ein idyllischer Campingplatz. Die letzte Furt allerdings war ein reißender Fluß, den wir selbst mit unserer Land-Cruiser Kampfmaschine nicht durchqueren konnten. Nur wirklich hohe Monster-Jeeps schaffen diese letzte Hürde bei diesem Wasserpegel. Naja, da mussten wir doch glatt wieder umdrehen, haben noch einmal Riesen-Furten-Spaß gehabt und haben die Nacht auf dem Campingplatz Langbrok verbracht, den wir aus dem Mai schon kannten. Am nächsten Tag war diese wunderschöne Tour auch schon vorbei und wir waren wieder in Reykjavik. 

 

Die Bilder von unserer Jeep-Tour gibt es hier & das Video hier

 

Reykjavík

Vorgestern kamen wir nach einem schönen und erfolgreichen Wochenende wieder in Hvammstangi an. Drei Tage lang waren wir mit dem Auto einer Freundin in Reykjavík unterwegs, um Freunde, Bekannte und Musiker zu treffen. Ein ordentliches Programm, schön und arbeitsintensiv. Sonnig und bunt. Unser Freund Breki räumte extra sein Zimmer und zog ins Obergeschoss zu seiner Mutter, damit wir einen Platz zum Schlafen hatten. Wie süß ist das bitte? Das ganze Wochenende über hatten wir ziemlich viel Spaß und bekamen sogar eine kleine, kostenlose Nachhilfestunde in Isländisch. So langsam wird das was. Wobei Jan mit Abstand an mir vorbei zieht. Egal wo wir sind, er quasselt immer einfach drauf los und verlässt sich darauf, dass die Isländer ihn verstehen und im Notfall verbessern. Das funktioniert fantastisch. Ich bin da etwas „schüchterner“. Und doch: Manchmal traue ich mich sogar schon einen „Kaffi“ zu bestellen. Wusstet ihr, dass die Isländer nicht „Einen Kaffee, bitte“, sondern immer „Einen Kaffee, danke“ bestellen? Ich finde, in diesem kleinen Satz spiegelt sich die Mentalität dieser wunderschönen Insel perfekt wider. Um etwas bitten ist doch gemeinhin lediglich eine Höflichkeitsfloskel, die wir dazu verwenden, andere Menschen aufzufordern, etwas für den eigenen Nutzen zu tun, während Dankbarkeit bzw. das „Danke“ in „Kaffi, takk“ dem Gegenüber schon während der Bestellung ein gutes Gefühl zu geben vermag. Gefällt mir irgendwie.

Unseren Freitag widmeten wir dem Melodica Festival in Reykjavík. Vor einiger Zeit hatten wir für unsere Freunde und Organisatoren vom Melodica das Crowdfunding-Video gedreht und freuten uns jetzt natürlich mit ihnen, dass sie ihr Fundingziel erreicht und mit dem gesammelten Geld den ausländischen Musikern die Flüge bezahlen konnten. So waren Publikum und Acts im KEX Hostel international, bunt zusammengewürfelt und zufrieden. 

In Reykjavík trafen wir auch Ólafur wieder und verbrachten mit ihm (mal wieder) einen fulminanten Abend. Nachdem wir alles Musikalische für die nächsten Wochen (noch geheim) besprochen hatten, widmeten wir uns dem privaten Teil des Abends und spielten „Guilty pleasures“. Was zur Hölle ist „Guilty pleasures“? Hier die Spielregeln: Mann und Frau setzen sich gemütlich mit einem Getränk der Wahl an einen Platz der Wahl. Aufgeschlossen sollte man sein, bereit sich zu öffnen. Gebraucht werden ein Computer, wahlweise auch ein Handy, eine Internetverbindung, ein Musikprogramm (Youtube, Spotify etc.) und eine gehörige Portion Mut. Im Uhrzeigersinn spielt man sich nun seine Lieblingssongs vor. Doch nicht irgendwelche. Nein. Man nehme diejenigen, die man selbst richtig klasse, berührend und aufregend findet, andere Menschen aber grundsätzlich nur mit einem Naserümpfen bedenken. Weil sie die Songs peinlich, komisch oder musikalisch nicht wertvoll finden. Man selbst weiß das natürlich und hat seine „Guilty pleasures“ deshalb bisher geheim gehalten. Ein großartiges Spiel, bei dem man eine Menge zu lachen hat.

Am Samstag trafen wir Haukur (Dikta) wieder, der uns beim letzten Treffen mit der Band ausführlich von seiner Liebe zu Fritz-Kola berichtet hatte. Zufälligerweise war in der Zwischenzeit eine Freundin aus Island in Deutschland gewesen und hatte uns vier Flaschen des braunen Getränks mitgebracht, das wir ihm nun überreichen konnten. Ist irgendwie witzig, wie sich manche Menschen über Kleinigkeiten freuen können.  

 

Hvammstangi

Beflügelt und bepackt mit frischem Ton-, Foto- und Videomaterial ging es dann also zurück in unsere Homebase Hvammstangi. Hier haben wir ja in letzter Zeit schon einiges erlebt. Wer ab und an mal auf unsere Homepage oder Facebook-Seite reinschnuppert, kennt bereits Jóhann, mit dem wir ein zauberhaftes Musikvideo gedreht haben und auch unseren kleinen Zusammenschnitt vom Norðanpaunk. Doch auch ganz private schöne Momente erlebten wir hier. 

Letztens waren wir auf einem Minifestival an der Spitze des Fjords und wohnten einer waschechten Island-Scheunenparty bei. Mit Stall, Heu, Holzbänken und Island-Pullis so weit das Auge blicken konnte. Unsere Freunde aus dem Ort gaben hier ein tiptop Cover-Konzert mit schmissigen Hits von Nirvana und Co. 

Mittlerweile sind wir hier eine richtige kleine Familie. Wir verbringen viel Zeit miteinander, gehen reiten, in hotte Hot Pots, veranstalten schnuckelige Grillabende und spielen mittlerweile sogar Volleyball im Dorfverein. Auch Landrover-Rolf und Jan-Erik mit seinem Wohnwagen schauen ab und zu vorbei. Letzte Woche haben wir symbolisch für unsere wachsende Familienbande einen Stachelbeer-Strauch im Garten gepflanzt. Auf das er genauso wächst und gedeiht wie wir.

  

Hier geht´s zum Video-Log Nummer #9

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Wir auf Jeep-Safari

Drei Tage lang haben wir das isländische Hochland erkundet. Mann, was für Ausblicke. Aber wie gesagt, muss das jeder selber einmal erleben. Auf Fotos und Videos lässt sich dieser Hagel an Eindrücken gar nicht festhalten. Wir haben auch schon Leute getroffen, die ihre Bilder vor der Abreise wieder gelöscht haben, weil sie nicht das wiedergeben, was man hier sieht. Jedenfalls sind wir total verzaubert von dem, was die Natur hier angerichtet hat. Wer Fotos unseres Trips sehen möchte, der kann hier gucken. An dieser Stelle nochmal großen Dank an Katla-Travel und Hertz Iceland, die uns dieses Auto zur Verfügung gestellt haben. 

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Warum Island uns jeden Tag zum Tanzen bringt / Why Iceland makes us dance, every day

Vor genau vier Monaten saßen Jan & ich in unserem vollgepackten Willi in ‪#‎Hamburg‬ an der Alster, waren tierisch aufgeregt und gespannt wie Flitzebögen, was uns wohl auf ‪#‎Island‬ erwarten würde. Wir hatten lediglich zwei Telefonnummern von isländischen Musikern in der Tasche und ebenfalls zwei Facebook-Bekannte, die uns auf Island einen Platz zum Schlafen oder Wäsche waschen anboten. Das war das, was wir wussten, was wir sehen und anfassen konnten. Doch insgeheim war da noch etwas anderes, etwas viel bedeutenderes, das uns eigentlich erst losfahren ließ: Der Wunsch und der Mut, Dinge einfach zu machen, Menschen zu begegnen, aus eigener Kraft zu schaffen, kreativ zu sein und das Leben, die Arbeit und die Freuden so zu nehmen, wie sie den Weg zu uns finden. Keine Angst zu haben vor dem Neuen, sich trauen frei zu sein. Aus diesem wunderbaren Gefühl heraus ist schon in der zweiten Woche auf Island unser "I just wanna dance"-Video entstanden und man sieht uns an, dass wir uns mit unserer Entscheidung mehr als wohl fühlen. Immer noch. Und deshalb tanzen wir heute wieder. Doll! ♥

 

Exactly four months ago Jan and I sat in our packed Willi in Hamburg and were excited like little children of what will expect us in Iceland. We only had two telephone numbers of Icelandic musicians in our bags and as well two facebook contacts, that offered us a place to stay and a free wash. That was everything we already knew, everything we could see and grab. But there was something else, something even more important, that helped us to realize our idea: A big wish and a lot of courage, just to do things, meet people, to built thíngs with our own strength, being creative and to take the life, the work and the happiness just how they find their ways to us. Not being afraid of things and dare to be free. Because of this wonderful feelings our song „I just wanna dance“ developed in the second week after our arrival in Iceland and you can see, that we are more than satisfied with our decision. Still. That´s the reason why we dance again, today. Terrific! ♥

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Unser Besuch bei "DIKTA"

Wir haben die isländische Pop-Rock Band "DIKTA" getroffen und mit ihnen über isländische Musik und Lieblingsgetränke geplaudert. Auch eine fantastische Live-Akustik-Performance von ihrem Song "Goodbye" wurde uns geboten. Im Video

gibt´s einen kleinen Eindruck unseres Besuchs bei den sympathischen Musikern. Die Jungs waren klasse und wir hatten einen wirklich lustigen Abend. Das Problem ist, dass sie langsam nervös werden, weil sie dringend Fritz-Kola (die Kaffee-Kola mit dem braunen Etikett) brauchen. Hat jemand eine Idee?

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Norðanpaunk 2016 - Festival in Laugarbakki

Wir waren auf dem einzigartigen Norðanpaunk-Festival 2016 in Laugarbakki. Ganz in der Nähe von Hvammstangi im Nordwesten Islands. Hier trifft sich an drei Tagen, immer zum Ende Juli, das meiste an Punk- und Metalbands, was in Island so stattfindet. Das schöne an dem Festival ist, dass es ganz bewusst unkommerziell ist. Verzichtet wird auf große Headliner, Sponsoren und Bierverkauf. Und das zu Gunsten einer wirklich zauberhaften Veranstaltung. Also, Dosenbier in die Tüte und hin da. Dann wäre da noch Regina, die an diesem Wochenende das harte Los zog, da ihre Wohnung direkt unter der Bühne liegt. Aber es ist ja nur ein Wochenende und das hat sie wohl ganz tapfer gemeistert, wie man uns sagte. Wir haben mit dem Organisator des Festivals, dem lieben Àrni, ein langes Interview über die Punk- und Metalszene in Island geführt und haben darüber sehr viel erfahren können. Der Hintergrund-Song dieses Videos ist von der Hardcore-Band "Great Grief", die ihr auch in dem Video seht. Schaut mal rein in diese kleine Zusammenfassung und sagt uns, was ihr davon haltet. Wir grüßen euch! 

Euer Jan

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Roadtrip Island - Hochland, Golden Circle, Landmannalaugar, Vík

Das waren unglaubliche vier Tage! Mit #KatlaTravel und #HertzIceland haben wir einmal das gemacht, was die meisten Besucher Islands tun: Wir haben uns ein Allrad-Fahrzeug besorgt und sind damit ins Hochland nach Landmannalaugar gefahren. Natürlich haben wir auch den Golden Circle, den Háifoss, Thorsmörk, Thingvellir und Gjáin besucht und uns auf einem Erinnerungsfoto in Vík verewigt. 

Unser persönliches Highlight waren allerdings der Weg nach und zurück aus Landmannalaugar. Mondlandschaft pur, bunte Felsen, spiegelglatte Seen und ganz viel Nichts. Schotterpisten und unzählige Furtendurchquerungen warteten auch in und um Thorsmörk auf uns. Der letzte Fluss war leider sogar so breit und tief, dass wir auf unseren Lieblingscampingplatz verzichten mussten. Und dann war da noch dieses Gjáin. Eine Oase inmitten karger Vulkanlandschaft. In Gjáin wurden sogar Szenen aus Game of Thrones gedreht, so schön ist es hier.

 

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Armdrücken mit Dikta

Armdrücken mit der Band "Dikta"...aber auch sonst hatten wir gestern einen fulminanten Abend mit den Jungs und haben neben dem Talk über Island´s Musik, Fragen wie: "Wie heißt dieses braune Getränk aus Düsseldorf?", "Wie verläuft man sich in Ratingen?" und "Wer zur Hölle ist Matthias?" erörtert. Warum, wieso? Bald mehr...Doch jetzt erstmal ab ins wohlverdiente Wochenende!! Nächste Woche geht´s dank Unterstützung von Katla Travel mit dem Jeep ins Hochland.

Grüße aus Reykjavik - J&M

 

Armwrestling with "Dikta"..but apart from this we had a blast with these guys yesterday evening. Besides our talk about icelandic music we discussed questions like: "What is the name of this brown drink they have in Düsseldorf?", "How to get lost in Ratingen" and "Who the hell is Matthias?". Why? More soon...But now we will celebrate our well-deserved weekend!! Next week we will go to the Highland...Thanks to Katla Travel for providing a 4-wheel-drive.

Greetings from Reykjavik - J&M

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Musikvideo "Hvers virdi" - Hvammstangi du süßes Nest!

Wir sind sehr stolz darauf, euch unser neues Musikvideo vorstellen zu dürfen. Letzte Woche haben Jan und Jóhann in Hvammstangi Johann´s Song "Hvers virði" neu arrangiert und eingespielt. Madeline hat die Kamera gezückt und ein Musikvideo gezaubert. Wir hoffen es gefällt euch! Liebste Grüße aus dem Norden! J&M

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Islands Norden oder "Hvammstangi, du süßes Ding"

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Video-Diary #8 - Islands musikalischer Norden / Hvammstangi

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Chapter #8 - Islands Norden Und wie wir uns in Hvammstangi heimelig fühlen

Hvammstangi ([kwammstangi]). Hierher hat uns unsere Suche nach Ruhe, neuen Erfahrungen und guter Musik geführt. Ein kleines, süßes Städtchen im Norden Islands, mit 600 Einwohnern. Auf den ersten Blick hält Hvammstangi im Sommer Winterschlaf, möchte man meinen, um im nächsten, ehrlicheren Moment als kunterbunte Wundertüte verkleidet zu explodieren. Ein ereignisreiches, musikalisch-kreatives und gesellschaftliches Leben pulsiert hier hinter den Kulissen, die dem Roadtrip-in-10-Tagen-Touristen (leider, ob der verpassten Gaudi, oder zum Glück für die intakte Dorfgemeinschaft, ich kann mich nicht entscheiden) entgehen. Ob das auf dem Land überall so ist? 

 

Aller Anfang ist ziemlich schnell gemacht

Wir wurden in Hvammstangi jedenfalls empfangen von einer unsäglichen Natur (immer wieder denkt man hier in Island, dass es schöner gar nicht geht, und jedes Mal aufs Neue muss man sich eingestehen, dass man mal wieder falsch lag), recht sommerlichem Wetter und zwei kleinen Kaffeeklatsch-Terminen mit deutschen Frauen, die vor einiger Zeit nach Island ausgewandert sind und uns schon in Deutschland kontaktiert hatten. Ziemlich gute Kombination. Und auch dieses Mal hatten wir schon nach einem ersten Treffen mit ansässigen Leutlein den Grundstein für zwei wundervolle Wochen mit musikalischen Ereignissen gelegt. Gleich am nächsten Tag sollten wir nämlich Silli treffen. Silli ist so etwas wie die Exekutive für Musik in Hvammstangi. Er ist Gründer eines Kulturforums, Tonmensch für viele isländische Bands und selber (wie sollte es auch anders sein?) Musiker. Er ist Organisator, Multiplikator,  Selbermacher für alle musikalischen Belange und im Ort bekannt wie ein bunter Hund. Und obendrein noch unfassbar nett und engagiert, Menschen zusammenzubringen. Mit einer handvoll Telefonnummern, Namen (die wir immer noch nicht richtig aussprechen können, shame on us) und Ideen in der Tasche fingen wir also an, uns in Hvammstangi vorzuarbeiten.

 

Oskar – Rockstar seit immer

„Ich kenn` da jemanden, den müsst ihr unbedingt treffen“, beschwor uns Silli. So ging das mit Oskar los. „Oskar wollte in seinem Leben nichts anderes, als Rockstar werden. Und er hat in seinem Leben eigentlich alles erreicht, außer dass er tatsächlich Rockstar geworden ist.“ In Sillis Erzählungen klang das witzig, skurril und sogar ein bisschen traurig zugleich. Wir hatten überhaupt keine Ahnung, was uns erwarten würde, wenn wir diesen Oskar träfen. Wir wussten von Silli, dass er total aufgeregt war, weil wir ihn interviewen wollten. Alle anderen Gefühle zu diesem Treffen waren eher diffus. Die Fahrt zu Oskars Farm auf der anderen Seite des Berges passte jedenfalls schon mal zur leicht schrägen Gesamtsituation. Willi musste ziemlich hart arbeiten, um die Schotterstraße bergauf und bergab halbwegs schweißfrei zu überstehen und zwischendurch mussten wir immer wieder anhalten, um tiefkriechende Wolken am Fuße von Berghängen, die wie verirrte Nebelschwaden aussahen, zu fotografieren. Was die Natur hier zaubert, habe ich in meinem Leben nicht gesehen. Irre. Und manchmal gruselig gleichermaßen. Noch am See, Hunderten Schafen, Islandpferden und einer Menge Nichts vorbei und dann sollte rechts Oskars Farm liegen. Sagte uns jedenfalls die Karte voraus, in der alle kleinen Farmen in der Umgebung eingetragen waren und die wir zu diesem Zwecke glücklicherweise gefunden hatten. Mit Google Maps ist man hier verloren. Die Farm entpuppte sich als ein graues, verwittertes Haus mit anliegender ebenso liebesbedürftiger Scheune. Es wuchs zweistöckig aus dem Nichts. Die Zufahrt zur Farm schien unendlich zu sein. Kribbeln im Bauch. Parken. Motor aus. Durchatmen, aussteigen.

Und dann waren wir da und alles war ganz anders als wir uns das vorgestellt hatten. 

Zu unser Überraschung war es nicht der in unseren Köpfen ominös zurechtgedachte Oskar, der als erster aus der Tür trat, um uns zu begrüßen, sondern zwei kleine Mädchen mit blonden Zöpfen. Zwillinge mit roten Pullovern und lila Ohrenwärmern. Erstaulich, wie ein winziger Moment alles wegwischen kann, was sich in den vergangenen 45 Minuten in den Köpfen von Menschen abgespielt hat. Auch Oskar war ganz anders als wir ihn uns vorgestellt hatten. Jünger, vitaler und wesentlich cooler, als gedacht. Drei Stunden saßen wir mit ihm zusammen, tranken Kaffee, interviewten ihn, sahen uns mit ihm seine Schafschädelprodukte an und hatten eine ziemlich gute Zeit. Oskar ließ uns an vielen Stückchen seines vergangenen Lebens teilhaben und erzählte mit Inbrunst von seiner Liebe zur Rockmusik der 80er. Vieles von dem, worauf Silli uns versucht hatte vorzubereiten, war wirklich so, und im gleichen Zuge doch ganz anders, jetzt wo wir es von Oskar persönlich hörten. Tatsächlich hatte Oskar alles dafür getan, Rockstar zu werden. Die drei Topoi Sex, Drugs und Rock´n Roll waren sein Gesetz. Kennt man ja. Allerdings beschränkte Oskar sich beim Rock´n Roll darauf, Konzerte zu besuchen, anstatt selbst welche zu geben und zum Ausgleich die beiden ersten Lebensweisheiten umso intensiver zu befolgen. Mit dem Ergebnis, dass das mit dem Musizieren Oskars Meinung nach irgendwie nie so richtig irgendwo hingeführt hat. Aber eine Band hat er und ja, sie hätten im letzten Jahr einige Songs aufgenommen. Schüchtern war Oskar, als wir ihn nach einer kleinen, musikalischen Live-Einlage fragten, er zierte sich richtig. Jan und ich ahnten Schlimmes und überlegten uns insgeheim schon, wie wir möglichst diplomatisch gucken konnten, wenn uns das, was wir da zu hören bekamen, nicht gefiel. Mittlerweile war Oskars Freund und Bassist seiner Band Halli eingetroffen und brachte zwei Songs mit, die wir uns statt der Live-Performance anhören sollten. Gefasst auf das, was da kommen sollte, setzten wir unsere nettesten „Ist-doch-gar-nicht-so-schlecht“-Gesichter auf und... Unsere Kinnladen klappten runter. Scheinbar hatten Oskar und Halli das mit dem Rock´n Roll doch irgendwie verstanden und litten lediglich unter völliger Selbstunterschätzung. Das war astreiner Blues-Rock.  Keine Frage. Fette Riffs unterlegten Oskars Südstaaten-Stimme und der Groove nahm uns sofort mit. Kann man nicht meckern und muss man gut finden. Fanden wir. Alles richtig gemacht, Oskar. Vielleicht musstest du die Frauen und Drogen erst hinter dir lassen und eine kleine zuckersüße Familie gründen, um deepen Shit zu machen. 

 

Eldur í Húnaþingi, Kunstfestival

Langsam müssen wir wirklich einsehen, dass die musisch-kreative Bildung hier auf einem ganz anderen Niveau ist als in Deutschland. Oder mit Jan`s Worten: „So gut, wie dieser Hühnerbauer singt, damit würden die Leute in Deutschland schon denken, dass sie berühmt werden und hier sind sie einfach nur singende Hühnerbauern.“ 

Dieser besagte Hühnerbauer existiert wirklich. Und gesehen haben wir ihn beim Kunstfestival in Hvammstangi. Das alljährlich stattfindende viertägige Festival hatte einiges Musikalisches zu bieten und dieses Jahr waren wir mittendrin. Wir haben uns Sillis Band „Kamp Knox“ angeschaut, die das erste Mal seit zehn Jahren einen Gig hatten (und sich dafür außerordentlich gut schlug), ein zauberhaftes Konzert in einem Vulkankrater besucht und beim Mello Musika, dem Abend für die lokale Musikszene, eben jenen Hühnerbauern namens Skúli, der gemeinsam mit seiner Tochter musizierte, bestaunen dürfen. Und irgendwie kam es, dass Jan auch gefragt wurde, ob er aufspielen will. Er konnte Oskars Bandkollegen Halli an der zweiten Gitarre gewinnen und zusammen spielten sie drei Songs von Jan vor isländischem Publikum. Die Atmosphäre war wunderbar. Es fühlte sich an, als wären wir tatsächlich angekommen. Wir saßen da (ich im Publikum und Jan auf der Bühne) zwischen den Menschen aus Hvammstangi, überwiegend Isländern, und genossen gemeinsam einen Abend mit Hühnerbauer Skúli, der Musiklehrerin, die auf der Bühne Teil eines A capella-Quartetts war, dem Typen aus der Wollfabrik, der jetzt den Abend moderierte und dem Gitarristen, der die Tage normalerweise auf seinem Fischkutter verbringt. Richtig wohlig und ein bisschen wie Heimat hat sich das angefühlt. Wir gehörten dazu und niemand fand das komisch. Auch am nächsten Tag nicht, als wir uns wie alle anderen beim Familientag in die wartende Schlange einreihten, um uns kostenloses Lammfleisch und Kartoffelsalat abzuholen. Herrlich.

 

Akureyri

Weil wir Besuch aus Deutschland super finden (ich glaube, ich erwähnte das bereits), mussten wir zwischendurch unbedingt nach Akureyri, denn Jan`s Kumpel und ehemaliger Bandkollege Malte spielte dort mit seiner Deep Purple Tribute Band. Also rein in Willi und ab auf einen kleinen Ausflug. Akureyri ist richtig schnuckelig. Hier findet man überall die kleinen, süßen und bunten Holzhäuschen, die man romantisiert mit Island in Verbindung bringt. Dazu gibt es einen schönen Hafen und dahinter die Berge. Außerdem habe ich auf dem Weg dorthin meine neue Lieblingslandschaft auserkoren. Der Norden Islands ist einmalig!

Wir hatten eine ziemlich gute Zeit mit Malte und auch am nächsten Tag, als wir das Konzert der Band „Sniglabandid“ besuchten. Diese Band feiert mittlerweile 30-jähriges Bühnenjubiläum und ihre Mitglieder sind somit wirklich alte Hasen der isländischen Musikszene. Das war wieder einer der „Die müsst ihr unbedingt treffen“-Tipps von Silli (der by the way ihren Ton machte) und auch das lohnte sich. Leider lag ich am nächsten Tag, als Jan den Sänger Skúli in seiner Musikscheune besuchte, mit einer fetten Erkältung flach, aber die Videos sprechen für sich. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Cooler Typ mit einer noch cooleren Location. Zu guter Letzt trafen wir uns noch mit Tanja von teilzeitnomaden.de. Irgendwie sind wir über Facebook gegenseitig aufeinander aufmerksam geworden, wollten uns schon in Reykjavík treffen, haben uns verpasst und den Kaffeeklatsch dann in Akureyri nachgeholt. Tanja umrundet Island mit dem Rad für einen guten Zweck. Das gespendete Geld, das während ihrer Reise zusammenkommt, fließt einer Institution zu, die Kinder von krebskranken Erwachsenen aufnimmt und psychologisch und therapeutisch betreut. Eine tolle Aktion, die wir mit Soundtracking gerne unterstützen. 

 

Und sonst so?

Wir genießen das Leben! Und wir lieben unsere Arbeit. Es fühlt sich so richtig an, selbst zu entscheiden, wie wir die Dinge angehen und zu sehen, dass es funktioniert. Wir bekommen wunderbare Rückmeldung von Menschen, die uns auf unterschiedlichen Kanälen des WWW verfolgen, von Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten, von Außenstehenden, die wir auf unserer Reise kennenlernen und das macht uns jeden Tag glücklicher. In unserer Freizeit gehen wir angeln, stricken, wandern, reiten, halten hier und da ein Pläuschchen und freuen uns darüber, dass wir den Schritt nach Island getan haben. Wir fühlen uns einfach pudelwohl hier. Island und sein Völkchen machen es einem wirklich leicht, sie zu lieben.

 

Hier geht`s zum Video-Diary #8

 

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Jan´s zweites Konzert in Island

Gestern hatte ich mein zweites Konzert in Island. Das erste Mitte Juni in Reykjavik bei unserer selbst organisierten Open-Mic Session auf dem Campingplatz. Das gestrige Event war da schon etwas offizieller. Im Rahmen des Eldur í Húnaþingi Festivals in Hvammstangi, hatte ich die Möglichkeit beim Melló Músíka Event teilzunehmen. Circa 10 verschiedene Acts enterten die Bühne. Darunter Hühnerbauern, klassisch ausgebildete Musiker oder einfach Menschen, die Spaß an Musik haben. Wir sind immer wieder erstaunt, in was für einer makellosen Qualität die Isländer musizieren können. Deswegen habe ich zwecks Verstärkung an der 12-saitigen Gitarre unseren Freund Halli Arason gefragt, ob er mich begleitet. Mit zwei Proben haben wir meine in Island geschriebenen Songs für zwei Gitarren arrangiert und ein schönes Konzert abgeliefert. Halli ist Fischer und spielt nebenbei in zwei Bands. Lost Performance aus Island und in einer Metal-Band aus Schweden. Richtig schön ist es festzustellen, wie Musik letztendlich verbindet und wir in so kurzer Zeit in dem kleinen Städtchen Hvammstangi (600 Einwohner) so viele, tolle Menschen kennengelernt haben und schon selber fast zum Interieur dieser am Fjord gelegenen Gemeinde gehören. Nächste Woche wird hier noch mehr Musik gemacht, mit Johann zum Beispiel. Mit ihm werde ich einen isländischen Song spielen und aufnehmen, bevor wir noch das Norðanpaunk-Festival in Laugarbakki besuchen. Ein richtiges Punk-Festival. Mal gucken, was Islands Punkszene so zu bieten hat. Danach geht´s weiter nach Reykjavik, wo ich die Band Nátthrafnar bei deren Show im Loft-Hostel am Bass und am Gesang untertstützen darf. Volles Programm dieser Tage. Ich liebe dieses Land!

 

Bestu kveðjur,

euer Jannemann

 

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Video-Diary #7 - Open Mic in Reykjavík und dann ab in den Norden

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Chapter # 7 - Wie Island Fußball macht und wir irgendwann trotzdem "bless bless" sagen mussten

Schon sind wieder fast drei Wochen um, seit ich den letzten Blog-Eintrag geschrieben habe. Einfach irre. Die Zeit vergeht hier wie im Flug, mir nichts dir nichts sind einezweidrölf Wochen um und so richtig merken wir das gar nicht. Hoffentlich wird die Zeit bald wieder ein bisschen langsamer, sonst müssen wir wirklich schon quasi übermorgen nach Hause. Und das wäre irgendwie doof. Denn es scheint mir fast, als würde es immer schöner hier.

 

Wo war ich denn beim letzten Mal stehen geblieben? 

Achja, unser bester Olli ist wieder zurück nach Hamburg gereist. Jan und ich sind geblieben. Und klar war das ein bisschen traurig, aber ehrlich gesagt habe ich mich schon so auf unseren nächsten Besuch gefreut, dass die Traurigkeit sich nur in einem kleinen Seufzer äußerte. Meine langjährige Freundin Sandy war im Anmarsch und das hat mich richtig kribbelig gemacht. Erstens weil sie meine ganz alleine Freundin ist (auch wenn Jan und sie sich auch sehr mögen) und zweitens –  das hatte dann eher so einen sozialen, gemeinschaftlichen Grund – weil wir dann endlich wieder Siedler spielen konnten. Siedler? Ja, genau. Ich war eigentlich nie der große Gemeinschaftsspiele-Spieler. Früher konnte es einfach niemand mit mir und zum Beispiel Monopoly zur gleichen Zeit aushalten, denn Verlieren hat mich zu einer kleinen Hexe werden lassen, außerdem habe ich die meisten Spiele überhaupt gar nicht spielen können, weil ich mich beim Spielregeln-Erklären höchstens fünf Minuten konzentrieren wollte und somit nie genau wusste, wie das Spiel eigentlich gespielt wurde. Aber Siedler hat mich gepackt. Ganz ehrlich. Auch wenn ich verliere. Wieder ganz ehrlich.

Auf jeden Fall habe ich mich irrsinnig gefreut, bekannte Gesichter um mich zu haben und Zeit mit einer Freundin zu verbringen. Jan und ich stellen hier auf Island erst richtig fest, dass es gar nicht so selbstverständlich ist, dass einem die Freunde immer folgen, egal wohin es einen verschlägt.

 

Wenn ich jetzt so an die letzten Wochen zurückdenke, gab es so einige Dinge, die ich früher nie gemacht habe bzw. hätte und neuerdings fast schon genießen kann. Ganz oben auf dieser Liste (ich schätze fast an erster Stelle) ist Fußball schauen. Ja, ich weiß, wenn man so etwas sagt, macht man sich meistens keine Freunde, denn Fußball ist für die meisten quasi so obsolet wie Politik, aber wenn es denn nun einmal so war... Seitdem ich denken kann, boykottiere ich Fußball. Die Gründe seien dahingestellt, denn das wirklich wichtige an dieser Geschichte ist (vielleicht nicht so wichtig, aber bemerkenswert), dass ich völlig, und ich meine absolut freiwillig zu einem Public Viewing gegangen bin. Und wisst ihr was? Ich habe es keine Sekunde bereut. Nicht unbedingt wegen des Fußballs an sich, so schnell bin ich dann doch nicht von meinen Prinzipien abzubringen, sondern wegen der vielen kleinen und großen GänsehautSpannungFröhlicheGesichter-Atmosphäre-Momente. Und das lag nicht zuletzt an diesen unfassbaren Wesen, die hier leben. Im Spiel Frankreich gegen Island hatten die Isländer spätestens nach der Halbzeit eigentlich gar nichts mehr zu lachen oder zu feiern, dachte ich mir mit meiner deutschen Mentalität und war fast schon ein bisschen traurig, dass ich nun keine Möglichkeit bekommen würde, die Isländer mal richtig ausflippen zu sehen. Ganz ehrlich? Wie beschränkt von mir... Ich musste nur einmal den Blick über die Menge vor dem riesigen Bildschirm gleiten lassen und konnte trotz des bedrückenden Spielstandes von 4:0 eine zwei mal zwei Meter große, unbehelligte Frankreich-Fahne inmitten der mit rot-weißen Kreuzen geschmückten Menge sehen. Und nach jedem Tor klopfte mindestens ein Kreuz einem Baguette auf die Schulter. Richtig gerührt hat mich das. Allerdings war das noch gar nichts im Vergleich zu dem, was nach dem Spiel passieren sollte. Vielleicht hat der ein oder die andere meine – ich gebe zu etwas verwackelten – Live-Videos bei Facebook verfolgt? So viel Liebe, Party und erhabene, mutmachende Gesänge habe ich in meinem Leben noch nie gesehen, wenn die eigene Mannschaft verloren hat. Mit verlorenen Fußballspielen verbinde ich normalerweise eine Bandbreite von enttäuschten Menschen, die manchmal nur ihre Schultern hängen lassen und ein oder zwei Tränchen verdrücken, bis hin zu den wirklich abscheulichen Krawallmachern, die ihren Frust an anderer Leute Eigentum oder im schlimmsten Fall an den gegnerischen Fans auslassen. Nichts dergleichen in Reykjavík. Downtown Reykjavík hat ihre Mannschaft gefeiert, besungen und bestaunt, als wären sie die Sieger. Und das waren sie ja irgendwie auch. Sieger der Herzen. Nicht zuletzt wegen der couragierten Attitüde der isländischen Nationalmannschaft, die Frankreich den Sieg und sich selbst eine faire Teilnahme mit unsäglichem Support der eigenen Leute gegönnt hat. Solch ein Fußball kann sogar mir gefallen.

 

Soundtracking : Iceland. Auch da war wieder einiges los.

Ein kleiner Durchbruch – würde ich jetzt einfach mal so nennen, ohne Jan gefragt zu haben – war unsere kleine Open Mic Session, die wir auf der Reykjavík Campsite organisiert haben. Und das hatte einen besonderen Grund: In den letzten Wochen habe ich ja immer fleißig davon berichtet, dass Jan, nach kurzen Anfangsschwierigkeiten, einiges Musikalisches zusammengeschrieben und aufgenommen hat. Das war nicht wirklich etwas Neues für ihn, allerdings stand er bisher noch nie mit seinen eigenen Songs ganz allein auf der Bühne. Für mich als Freundin – und ich gebe zu, ich bin nicht ganz unbefangen – war das etwas ganz Besonderes. Zu sehen, wie sich die Songs im Laufe unserer Reise entwickelt haben, welche Kämpfe Jan mit ihnen ausgefochten hat und wie er letztendlich so zufrieden mit ihnen sein konnte, dass er andere Menschen daran teilhaben ließ. Schon wieder gerührt. Ich.

Beim Open Mic haben wir auch Ólafur wiedergetroffen, den wir einige Wochen zuvor schon einmal Zuhause besucht hatten, weil er uns als begnadeter Sänger angepriesen wurde. Wie sich herausstellen sollte, fanden wir seine Sangeskünste großartig. Sie hatten diesen speziellen isländischen Sound, zumindest das, wir uns darunter vorstellen. Also musste eine erste Aufnahme her, die ihr sicher schon bei Facebook oder auf unserer Homepage gefunden habt. Zusammen mit Jan spielte Ólafur das zauberhafte Lied „Glerperla“, was tierisch traurig und hoffnungsvoll zugleich klingt. Ich denke, wir haben da einen richtigen Glücksgriff gemacht und werden den Song in den nächsten Wochen noch einmal in Studio-Qualität aufnehmen, sodass ihr euch auf Ólafur als unseren ersten richtigen Musikact für das Album freuen dürft.

In Reykjavík hat es sich derweil in Musikerkreisen so langsam herumgesprochen, dass es uns gibt und so kommt es, dass uns immer mal wieder Menschen fragen, ob wir nicht Lust hätten, neben unserer eigentlichen Arbeit für Soundtracking : Iceland mit ihnen zu kooperieren. Vor einiger Zeit haben wir schon das „Sofar Sounds“-Happening gefilmt und vor zwei Wochen wurden wir dann von den fantastischen Menschlein vom „Melodica“-Festival angefragt, ob wir uns vorstellen könnten, ihre Crowdfunding-Kampagne zu unterstützen, indem wir mit ihnen das Promotion-Video drehen. Da wir selbst wissen, wie unglaublich aufwendig eine Crowdfunding-Kampagne ist und wie dankbar wir für Hilfe von Freunden und Bekannten waren, haben wir uns diesen Spaß nicht entgehen lassen. Entspannte und lustige Dreharbeiten waren das mit Melina (Festival-Organisations-Biene aus Hamburg und vor einigen Jahren nach Reykjavík ausgewandert) und den Musikern Pete Uhlenbruch und Svavar Knútur.

Wir haben in den letzten Wochen auch wieder fleißig Konzerte besucht. Unter anderem von der isländischen Band Samaris, aber auch ziemlich abgefreakter Syrer, der scheinbar von Björk total abgefeiert wird,  kam uns vor die Linse. Unser Vlog reißt das Spektakel kurz an.

Und dann haben wir den Produzenten und Musiker Petur Ben für unser Projekt begeistern können und ihn einmal nach seinen Eindrücken zur isländischen Musikszene gefragt. Wegen seiner Zusammenarbeit mit vielen tollen isländischen Musikacts wie „Valdimar“ und „Mugison“ und das Komponieren der Filmmusik des isländischen Filmklassikers „Metalhead“ war das Interview mit ihm eine gute Ergänzung zu unseren Interviews mit den Musikern der Insel und wird sicher eine große Bereicherung für unsere geplante Dokumentation.

 

Nachdem wir mal wieder drei Wochen fast ununterbrochen gearbeitet hatten, ohne Wochenende und bis zu zwölf Stunden täglich, packte es uns letzte Woche dann ganz plötzlich. Dieses Gefühl ploppte auf. Gummibandeffekt nenne ich es liebevoll. Um es kurz zu machen: wir wollten, wir mussten weg. Wir wurden von anderen Orten angezogen und von Reykjavík aus Erholungsgründen abgestoßen. In Reykjavík Pause machen kam einfach nicht in Frage, denn letztendlich ist dort einfach viel zu viel los, was uns immer wieder in seinen Bann zieht. Nein, wir mussten fahren. Wir hatten soweit alle Termine erledigt, die nächsten, schon festgesetzten Treffen werden erst Anfang August stattfinden. Also rein ins Auto und ab in Richtung Norden. Nächstes Ziel: das kleine Städtchen Hvammstangi, von dem wir über Facebook schon vor unserer  Reise nach Island erfahren hatten. Hierhin wurden wir eingeladen und schon darauf vorbereitet, dass es einiges musikalisches zu erfahren gibt. Dazu aber erst beim nächsten Mal mehr. 

Bevor wir nämlich überhaupt an weitere Arbeit dachten, kam die Erholung. Und mittlerweile wisst ihr ja vielleicht, was das für uns bedeutet. Huschhusch in die Natur. Ganz schnell. Und die ist besonders schön, wenn es Richtung Westfjorde geht. Auf einem klitzekleinen Campingplatz, auf dem nur wenige und fast ausschließlich isländische Menschen waren, hielten wir an, legten uns ins Bett und ruhten. Die Strapazen wegschlafen. Und die Anstrengung entspannen. Stille, Berge, Bäche, Lava und unser erster Natur-HotPot. So kann man sich erholen. So kann man sein.

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Fußball & Geothermalgebiet - zwischen Mitternachtssonne & Nebel

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Soundtracking : Iceland @Secret Solstice Festival 2016

Wir waren auf dem Secret Solstice Festival in Reykjavík vom 16ten bis 19ten Juni und hatten ziemlich viel zu Schauen und auch sehr viel Spaß dabei, mit den Isländern zu feiern. Wie das so war? Schaut mal rein!

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Soundtracking : Iceland meets Moses Hightower

Wir waren auf dem Konzert von Moses Hightower im Húrra Reykjavik und haben wieder versucht etwas mehr über den isländischen Sound herauszufinden. Hier seht ihr das Ergebnis unseres kleinen Interviews.

 

We were interviewing Moses Hightower before their show Húrra Reykjavik and tried to find out something more about the icelandic sound. Here´s the result.

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Soundtracking : Iceland meets Ólafur Pálsson

Jan hat sich mit dem isländischen Songschreiber Ólafur Pálsson getroffen und den von ihm und Andri Eyjólfsson komponierten Song "Glerperla" gespielt. Und dabei hat Jan sogar isländisch gesungen. Wir freuen uns Ólafur kennengelernt zu haben!

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Hiking-Trip auf Snæfellsnes

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Video-Diary #6 - "Nolli Nature" in Snæfellsnes

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Chapter #6 - "Nolli Nature" in Snaefellsness

Hallo Mama, hallo Papa, hallo ihr alle! Uns gibt es noch! Nach gefühlten drei Jahren schaffen wir es endlich wieder, einen neuen Vlog rauszuhauen und freuen uns riesig darüber, unsere schöne Wandertour mit euch zu teilen. Der Vlog steht dieses Mal unter dem Motto: „Nolli Nature“. Was das heißen soll? Vielleicht kommt ja jemand von euch darauf? In unserem Blogbeitrag finden sich sicher einige Tipps, wenn es später um unsere Wandertour geht.

Doch am besten, ich fange heute etwas weiter vorne an, denn es hat ja einen Grund, warum ihr so lange auf einen ausführlichen Bericht warten musstet. Auch wenn ich Gefahr laufe, mich ständig zu wiederholen: wir hatten mal wieder unfassbar viel zu tun.

Vor allem musikalisch ist einiges vorangegangen. Diejenigen unter euch, die uns auch über FacebookTwitter oder Instagram fleißig folgen, haben sicher schon einige Interviews gesehen, die in den letzten Wochen zustande gekommen sind. Da waren zum Beispiel der unfassbare Valdimar und Band, die Jan und mir eine Gänsehaut verursacht haben. Oder AdHd, Punkjazz (von mir selbst erfundene Musikrichtung) der Extraklasse. Weitere drei warten noch darauf, geschnitten zu werden. Von wem, können wir jetzt natürlich noch nicht verraten, es soll ja spannend bleiben. Und nicht nur etablierte Musiker haben wir getroffen und ihnen auf den Zahn gefühlt. Wir haben eine Konzertreihe namens „Sofar Sounds“ begleitet und ihr Konzert in Rekjavík aufgezeichnet. Das Konzept dieser Konzerte entstand ursprünglich, weil einige Menschen völlig enttäuscht über eine laute und unaufmerksame Konzertatmosphäre waren und sich daraufhin entschlossen, geheime und intime Wohnzimmerkonzerte zu veranstalten. Nur Leute, die wirklich Lust auf die Musik hatten, konnten sich für die Konzerte bewerben und wurden dann handverlesen eingeladen. Diese Machart hat sich bis heute bewährt und ist sogar so erfolgreich, dass es Sofar Sounds mittlerweile auf der ganzen Welt gibt. Unsere Freundin Melina, die unter anderem Mitorganisatorin der Sofar Sounds in Reykjavík ist, hat uns außerdem mit dem wunderbaren Singer Songwriter Pete Uhlenbruch bekannt gemacht. Pete kommt ursprünglich aus Australien, wohnt nun aber schon eine ganze Weile in Island und schreibt tolle, von Island inspirierte Musik. Weil wir seine Musik wirklich schön finden, haben wir ihn uns geschnappt und ein etwas ausführlicheres Porträt über ihn gedreht. „A day with Pete Uhlenbruch“ wird hoffentlich bald fertig geschnitten sein, damit auch ihr euch von seinen Klängen verzaubern lassen könnt. Zu guter Letzt haben wir uns mit Olafur getroffen. Ein beeindruckender junger Isländer, der solch ein Gefühl in seine Songs legt, dass mir ganz schwindelig wird. Auch Jan ist hellauf begeistert (aber ich glaube mit weitaus weniger Schnulz als ich) und wird mit ihm in den nächsten Tagen zusammensitzen und aufnehmen. Ich freue mich riesig auf das Resultat. 

* schmacht *

Na klar, da war natürlich noch das Secret Solstice, das größte Musikfestival Islands, direkt neben unserem Campingplatz. Wir haben fette Bands gesehen und gut getanzt. Hierzu wird es vielleicht noch einmal gesondert etwas geben, Fotos kann man auf jeden Fall schon in unserem Blog finden. Schaut doch einmal rein. Das war`s für`s Erste zum Thema Musik. Reicht ja auch :-)

 

Zwischen unseren ganzen Terminen haben wir aber auch noch andere Dinge getan. Zum Beispiel Geburtstag gefeiert. Und das ist für denjenigen von uns, der nicht Geburtstag hat, immer ein ziemliches Ding. Denn irgendwie hat es sich etabliert, dass wir uns mit kleinen, witzigen Rätseln überraschen. Jan und ich sind beide keine großen Geschenke-Menschen. Letztendlich gibt man nur jedes Jahr aufs Neue viel Geld aus für Dinge, die man vielleicht gebrauchen kann, aber eben nicht unbedingt haben muss. Für uns persönlich ist es außerdem gerade erst zwei Monate her, dass wir unsere komplette Wohnung ausgemüllt haben, um nur die wichtigsten Sachen auf unsere Reise mitzunehmen. Da wäre es jetzt grundsätzlich großer Quatsch, wieder große Dinge anzuschaffen. Also gibt es eine Regel: Nur wenn man sich etwas ganz bestimmtes wünscht, das leicht in Willi passt und absolut zu gebrauchen ist, bekommt man es. Während Jan mir zu meinem Geburtstag dieses Wortbaustein-Puzzle gebastelt hatte, das mich auf einen Ausritt auf dem Eyjafjallajökull führte, musste er dieses Jahr auf Schnitzeljagd. Über den kompletten Campingplatz verteilte ich kleine Gedichte, die jeweils verschlüsselt den Standort des nächsten Rätsels verrieten. Keine halbe Stunde später hatte Jan alle Rätsel geknackt und freute sich über sein neues Bühnenoutfit, eine ziemlich fancy Hose von einer isländischen Designerin, die ihn einige Wochen zuvor völlig verzückt hatte. Ziemlich heißes Teil. 

 

Passend zu Jans Geburtstag hatte sich unser Freund Olli aus Hamburg angekündigt. Olli und Jan haben die letzten Jahre zusammen in der Hamburger Band LeFly (St. Pauli Tanzmusik) verbracht und sind darüber hinaus ziemlich dicke Kumpels geworden. Da kann man sich also vorstellen, dass die Freude groß war, als wir ihn am Flughafen endlich knuddeln konnten. Unser erster richtiger Besuch in Island. Ich fand, das wurde auch langsam mal Zeit, denn ehrlich gesagt hat mich in der letzten Woche doch ein klein wenig das Heimweh beschlichen. Ich habe zwar meinen engsten Freunden eine SMS geschickt, um ihnen zu sagen, dass ich sie vermisse und auch, um mal zu hören, wie es ihnen so geht in good old Hamburg, aber irgendwie ist in echt drücken und sich gegenüber sitzen schöner. Endlich also Olli-Besuch. Geil. Bis in die Nacht haben wir noch zusammen gesessen und an dem mitgebrachten Vodka genippt. Am nächsten Tag sind die Jungs dann los, um Jungs-Zeug zu machen. Kneipenbesuch und durch die Straßen ziehen. So hatte ich mal meine Ruhe und die Boys ne Menge Spaß. Alle glücklich. 

Und dann war es soweit! Nach den arbeitsintensiven Wochen in Reykjavík ging es endlich mal wieder raus in die Natur. Zu dritt machten wir uns auf den Weg nach Snæfellsnes, eine kleine Halbinsel im Südwesten Islands. Angeblich soll hier nahezu die ganze Natur Islands zu finden sein. Für Olli, der wie wir das erste Mal in Island ist, ein gutes Ausflugsziel, um sich mit den Naturschönheiten unserer Lieblingsinsel bekanntzumachen. Willi stellten wir auf einem kleinen, süßen Campingplatz in Arnarstapi ab, grillten noch einmal ausgiebig unsere Mägen voll und packten unsere Rucksäcke für eine Wandertour Richtung Norden. Und direkt steckte ich wieder in diesem Supergefühl. Ich liebe das Wandern. Innerhalb kürzester Zeit stellt sich jedes Mal so eine wunderbar konstruktive Leere in meinem Kopf ein, als würde der Wind und die frische Luft das Gehirn bewirten. Als wäre etwas anderes viel wichtiger, als das, was davor war. Schritt für Schritt verschwindet der Alltag und macht Platz für Ideen und neue Ansätze. Die kleinen und großen Fragen dieser Welt sind dann weniger aufdringlich und die Verbundenheit, das Gefühl, dass alles zusammengehört und sich gegenseitig befruchtet, gewinnt an Bedeutung. Dass wir Menschen klein sind und es gut so ist. Kann man das verstehen? Nun gut. Schön ist es jedenfalls und befreiend. Das trifft`s wohl. Von Arnarstapi ging`s nach Hellna und von dort zum Vogelfelsen. Durch kilometerlange Lavafelder, immer am Meer vorbei. Hobbitland überall und wir drei kleinen Menschlein mittendrin. Immer neben uns: der  imposante Snæfellsjökull, dessen Schneespitze manchmal mit Wolkenwatte verhangen war, und manchmal gleißend von der Sonne beschienen wurde. Weil uns nach Tag 2 das Wasser ausging, weil weder eine Quelle, noch ein Wasserhahn auffindbar war, ließen wir uns von zwei sehr netten Amerikanern (die Island in zehn Tagen umrundeten) bis nach Hellisandur mitnehmen und verbrachten eine Nacht auf dem meiner Meinung nach schönsten Campingplatz bisher. Mitten im Lavagestein mit Blick aufs Meer und in die andere Richtung auf den Snæfellsjökull. Fantastisch. Dazu noch die Mitternachtssonne. Geht eigentlich nicht besser. Im Vorwege hatten Jan und ich eine kleine, nicht zum ersten Mal geführte Diskussion, ob wir im Zelt oder unter dem Tarp schlafen sollten. Ich hätte gern das Zelt genommen, aus Angst vor starken Regen, aber Jan konnte mich letztendlich überzeugen, dass ein Tarp schon alleine wegen des Gewichts die bessere Wahl war. Und im Nachhinein bin ich wirklich froh darüber. Denn so lagen wir jeden Abend in unsere Schlafsäcke gemummelt und konnten die schönsten Ausblicke meines Lebens genießen. Am letzten Wandertag machten wir einen kleinen Umweg auf der Strecke von Hellisandur nach Rif, von wo aus am nächsten Morgen der Bus zurück nach Arnarstapi fahren sollte. Die Hauptstraße und das Meer ließen wir hinter uns und wagten uns etwas ins Landesinnere vor. Von Weitem konnte man schon eine einsame Kirche erkennen, die am Ende eines Schotterweges inmitten eines Lupinenmeeres lag. Ein schöner Platz, um eine kurze Pause einzulegen, denn Jan kränkelte ein wenig. Und dann wollte Olli unbedingt noch den Berg besteigen. Über eine große Wiese wollten wir eine Abkürzung nehmen und hatten einfach nicht mit den Schafen, insbesondere den Papa-Böcken gerechnet, die uns nicht aus den Augen ließen und tatsächlich etwas angriffslustig in unsere Richtung stierten. Ich glaube, wir hätten das ganze unbeschadet überstanden, aber Olli behagten diese wütenden Wolltiere (ich liebe Alliterationen) überhaupt nicht. Also fast die gesamte Strecke wieder zurück und einen anderen Weg wählen. Dafür, dass Jan und ich in Island bisher eher wenige Tiere in freier Wildbahn gesehen haben (bis auf die Rentiere in Höfn), war Snæfellsnes gefühlt voll von ihnen. Schafe überall, Pferde, Unmengen an verschiedensten Vogelarten und sogar einen Polarfuchs habe ich nachts gesehen. Zu den Vögeln gibt es im Übrigen eine ganz eigene Geschichte. Kennt jemand von euch die Küstenseeschwalben, auch Krias oder Kiras genannt? Wirklich hübsche Gesellen. Allerdings nur von Weitem, denn wenn man ihnen  zu nahe kommt, werden sie zu monströsen Ungeheuern, die einem im Schwarm den Kopf zerhacken. Okay, ganz so schlimm ist es nicht, aber respekteinflößend sind diese Vögel allemal, wenn sie zu Hunderten auf einen losstürzen, dabei immer diese merkwürdigen „klackklackklack“- und „kriiiarrrrrr“- Geräusche ausstoßen und einem auf den Kopf kacken. Da hilft tatsächlich nur loslaufen, obwohl sie das dann noch wilder macht. Puh. Im Vlog kann man sich das mal anschauen. Oder in echt im kleinen Dörfchen Rif. Viel Spaß dabei :-)

Der Bus am nächsten Morgen fuhr natürlich nicht. Irgendwie habe ich es geahnt, denn in Schweden habe ich mal eine ähnlich enttäuschende Bus-Warte-Nicht-Erscheinen-Erfahrung gehabt und bin seitdem schwer traumatisiert. Aber egal. In Island geht das Trampen wunderbar und so schafften wir die Strecke bis zu Willi auch ohne Bus und kamen heil wieder in Reykjavík an. 

Olli und Jan ließen es sich die letzten Tage noch richtig gutgehen mit Public Viewing beim Island-Spiel, einem fetten Deftones-Konzert und heißkalten Bädern im Meer und HotPots und dann war der Tag des Abschieds doch irgendwie ganz schnell gekommen. Time to say Goodbye. Unser Freund Olli musste nach Hause. Lieber Olli, es war schön mit dir. Vielen Dank für die lustigen, musikalischen, sonnigen und muffeligen Momente. Wir lieben dich dafür, dass du uns immer einen Schritt voraus warst und uns stets den Island-Reiseführer vorgelesen hast. Danke, dass du da warst und bis ganz bald. ♥

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Secret Solstice 2016

Natürlich mussten wir als "Soundtracking : Iceland" beim größten Festival Islands, dem Secret Solstice Festival, unbedingt dabei sein. Große Namen wie Dikta, Hjaltalín, Of Monsters and Men, Mammút, GusGus oder Shades of Reykjavík spielten unverschämt gute Musik auf, aber auch ausländische Acts wie Bernhoft, Róisín Murphy und Sisters Sledge haben uns die Ohren weggefegt! Die absoluten Headliner Radiohead und Die Antwoord enttäuschten hingegen, zwar nicht persönlich, aber durch schlechte Logistik und verbesserungswürdigen Sound. In Sachen Organisation hat das Secret Solstice bis zum nächsten Jahr noch einiges zu tun. Die Besucher aber waren durchweg friedlich, fröhlich und feierfreudig. Die Stimmung auf dem Gelände war bombe und die Isländer wissen einfach wie man gute Musikacts so laut lobt, dass der Himmel wackelt und die Wolken erbeben. Wunderbar. 

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Interview mit Rok - Iceland Music Review

Jetzt durften wir mal wieder ein Interview geben, weil das Onlinemagazin ROK - Iceland Music Review auf uns aufmerksam geworden ist. Gerne haben wir Wim van Hooste seine Fragen zu Soundtracking : Iceland beantwortet. Hier findet ihr unser Interview. Schaut doch auch mal den Rest der ROK-Webseite an. Dort findet man viele, interessante und nützliche Infos zur isländischen Musikszene. 

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Soundtracking : Iceland meets AdHd

Wie versprochen gibt es heute, bevor wir uns für fünf Tage ganz der Natur überlassen, noch ein richtig schickes Interview, das wir mit den großartigen Jungs von AdHd nach ihrem Konzert im Gamla Bíó geführt haben. Schaut unbedingt mal rein! Wir sind auf jeden Fall richtig verliebt. <3

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Chapter #5 - "Music makes the people"

Meine Güte, wie die Zeit vergeht. Fast eineinhalb Monate sind wir jetzt schon unterwegs und lassen uns von Island mitreißen. Und obwohl wir jetzt schon die dritte Woche in Folge in Reykjavík weilen, war uns alles andere als langweilig. Viel zu viel gibt es zu entdecken, so viele tolle Menschen lernen wir Tag für Tag kennen und unser kriechender Einstieg in die Musikszene hat sich überraschenderweise zum busy Vollzeitjob gemausert. Dank des berühmt-berüchtigten Schneeballeffekts, den es hier scheinbar auch im Sommer gibt.

 

Unser absolutes Highlight in Woche 5 (weil es einfach so unglaublich aufregend war): Unser allererstes Interview mit der Filmemacherin und Musikerin Harpa Fönn. Vielleicht hat der ein oder andere von euch das Interview gesehen? Jan und ich haben stundenlang recherchiert, um bloß nichts Merkwürdiges zu sagen, alle Formulierungen der einzelnen Fragen akribisch in okay-em Englisch aufgeschrieben und uns durch Harpas halbes Leben gewühlt. Unnötig und übertrieben, wie sich herausstellen sollte, denn das Interview war ein Selbstgänger, dank Harpas freshen Erscheinung. Endlich hatten wir ungezwungen die Möglichkeit, die zarten Fühler auszustrecken und eine isländische Musikerin über die Musikszene im Lande auszuquetschen. Was macht den isländischen Sound denn nun aus, wollten wir von ihr wissen. Island sei schwarz und weiß, hell und dunkel, ein Land voller Kontraste. Und alles sei erlaubt. In der Musik, in der Kunst. Und tatsächlich ist Harpa ein Musterbeispiel für das, was sie da selbst erzählte. Wirklich ALLES scheint möglich in ihrer Art zu musizieren, und andere Isländer finden das alles ganz und gar nicht komisch. Ich übrigens auch nur ein bisschen, Jan allerdings ist sich mit der Komischheit noch nicht so sicher. Bei unserer Recherche zu Harpa sind wir auch auf ihre Band Grúska Babúska (Der Name wird tatsächlich so ausgesprochen, wie er geschrieben wird, allerdings mit einem sehrrrr starrrk gerrrolten „rrr“) gestoßen und fanden das alles schon sehr besonders. Unseren gelangweilten Ohren offenbarte sich eine Welt aus Tönen, die ganz ohne Weichspüler auskam. Nach Harpa gab es dann noch allerfeinsten melancholischen Singer-Songwriter Stuff von Þorir Georg. Unglaublich traurig. Erschreckend schön.

Ein zweites Highlight, besonders für mich, war das KEX + Kíton mit Künstlern wie Sóley, Hildur und Þórunn Antonía. Wobei sich meine ganz persönliche Freude auf Sóley konzentrierte. Eine wunderbare Musikerin, die wie ein zerbrechliches Gänseblümchen kurz vor der Blüte, ganz leise und zart im Regen wiegt. Ja, das mag jetzt etwas blumig klingen, aber wer Sóley kennt, weiß vielleicht, was ich meine. Kex + Kíton ist im übrigen eine Konzertreihe, die sich für die höher frequentierte Präsenz von Musikerinnen in Island stark macht und dementsprechend auch ausschließlich mit weiblichen Künstlerinnen aufwartet. Insgesamt engagieren sich in Island viele Frauen für die unterschiedlichsten Belange eben jener, fällt mir auf. Und wie ich finde ziemlich unaufgeregt, aber bestimmt. Scheint zu klappen, denn das KEX ist voll und Männlein sowie Weiblein im Publikum genießen das Konzert in Eintracht, schunkeln, wiegen sich hin und her und stampfen mit den Füßen, klatschen im Takt.

Übrigens: Die Organisatorinnen von Kíton haben mich gleich mal eingespannt, als sie unsere Kameraausrüstung gesehen haben. Zusammen mit zwei anderen Kamerafrauen habe ich das Konzert gefilmt. Wen es interessiert: Die Dokumentation über Musikerinnen in Island und Kíton erscheint voraussichtlich Ende des Jahres.

Zwischen den ereignisreichen, guten Tagen ist natürlich auch ab und an einer dabei, der irgendwie nicht so richtig laufen will. Am Mittwoch zum Beispiel mussten Jan und ich dringend getrennte Wege gehen. Die Luft in Willi war einfach zu dick für uns zwei. Schlechte Laune, Rumgepöbel, es schepperte hier und da, die Tür wurde geknallt, das Übliche eben, wenn Frau und Mann sich uneins sind. Also packte ich meinen Rucksack und verbrachte den Tag mit meinem neuen Kumpel Zak, unter anderem um mir anzuschauen, wie es in Reykjavík um die Dumpster Dive Szene bestellt ist. Gut, wie sich herausstellte, denn ich kehrte mit guter Laune und einem vollen Rucksack zurück. Und siehe da, die schlechte Luft hatte sich binnen vier Stunden schon wieder verzogen und Jan war sogar tierisch produktiv gewesen während meiner Abwesenheit. Die hiesige Muffeligkeit hatte sich in einem wunderbar melancholischen Song entladen, den wir an dieser Stelle noch nicht online stellen, wohl aber anteasern möchten. So kann`s laufen. Schlechte Laune + Auszeit = Musik. Merk` ich mir. Hihi.

Mittlerweile kennen wir uns in der Barszene in Reykjavík ganz gut aus. Zumindest dort, wo es Live-Konzerte gibt. Dieser selbstauferlegte Auftrag ist also schon erfüllt. Demnach versuchten wir uns wieder einmal am Sightseeing. Irgendwie denkt man immer, man müsste das machen. Keine Ahnung, warum. Hallgrímskirkja, Hafen, Harpa, Sólfar. Alles sehr schön. Aber irgendwie nicht so richtig unser Ding. Auf allen unseren Reisen waren wir immer eher abgeturnt vom Sightseeing-Wahn. So auch diesmal. Bus kommt an, Touristen raus, klickklick Foto, Selfie, schnell noch was essen, alle wieder rein in den Bus, ab zur nächsten Attraktion. Das Gleiche wieder von vorn und so weiter und so fort. Die Headline in Foren oder über Youtube-Videos lautet dann immer: „Meine Island-Rundreise in 14 Tagen“. Super tough. Und was habe ich dann erlebt? Was habe ich angefasst, geschmeckt, gehört und genossen? Nein, das mit dem Sightseeing-Marathon sollen lieber Leute mit besserer Kondition machen. Ich möchte lieber gemütlich sein.

 

Und dann war da noch Rolf. Rolf ist super. Und hat einen klasse alten Landrover aus England. Rolf hat uns schon zweimal gefunden auf dem Campingplatz. Rolf hat auch unseren Freund Jan Erik schon getroffen. Rolf ist ungefähr 70 Jahre und bleibt wie wir ein halbes Jahr. Ganz alleine ist er auf Island, und trotzdem jeden Tag bei Freunden. Ein bisschen deshalb, weil er immer leckeren, rosa Kuchen mitbringt oder seine Mütze bei uns im Wagen lässt, damit er wiederkommen kann. Aber auch ganz doll, weil er unheimlich liebenswert und arschcool ist. 

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Video Diary #5 - Music Makes The People

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Soundtracking : Iceland meets Valdimar

Valdimar. VAL-DI-MAR. Was eine Band. Wir waren ja schon vor unserem ersten Live-Konzert der Jungs völlig aus dem Häuschen, währenddessen dann konnten wir uns aber wirklich gar nicht mehr einkriegen. Völlig irre. Jan & ich sind uns einig, dass wir völlig geflasht sind von Valdimars einzigartigen Stimme und den vielschichtigen Vibes der Band.

Es führte also überhaupt kein Weg daran vorbei, dass wir uns die Jungs nach dem Konzert schnappten und sie ein bisschen über ihre Musikalitäten und die isländische Musikszene ausquetschten. Was dabei rauskam, könnt ihr euch in unserem kleinen Zusammenschnitt anschauen. Viel Spaß!

 

Valdimar. VAL-DI-MAR. What a band. We were thrilled to bits before we have seen our first concert of these guys, but while we were watching the show, we could not calm ourselves anymore. Totally crazy. Jan & I agree that we are really flashed of Valdimar's unique voice and the complex vibes of the band.

So there was no doubt, that we had to catch the guys after the concert and pump them about their music and the Icelandic musicscene. The very funny and interesting result you can see in our tiny video below. Have fun!

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Konzerte in Reykjavík

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Video-Diary #4 - Learning by Doing oder "Wie macht man das auf Isländisch?"

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Chapter #4 - Learning by doing oder "Wie macht man das auf isländisch?"

Reykjavík is where your heart is. Habe ich mir zurechtgedacht und es stimmt irgendwie. Nachdem wir jetzt drei Wochen in der Natur unterwegs waren, zog uns die Hauptstadt doch jeden Tag aufs Neue magisch weiter in ihre Richtung. Bei aller Wunderschönheit of the wild wussten wir doch, dass unser Herzensprojekt hier endlich rhythmisch zum Schlagen kommen konnte. Und dann war es endlich soweit. Und Reykjavík nahm uns in sich auf.

So richtig Gedanken hatten wir uns nicht gemacht, wie das mit dem Schlafen in den nächsten Wochen ablaufen sollte. Einfach irgendwo an den Straßenrand stellen und da das Lager aufschlagen ging nicht und mehrere Wochen auf dem einzigen Campingplatz in der City zu übernachten sprengte unser Budget bei Weitem. Campingcard-Kooperation? Fehlanzeige. Doch dann ergab sich der erste von vielen glücklichen Zufällen. Die Campsite in Reykjavík nimmt dann und wann Volunteers auf. Für wenige Stunden Aushilfe in der Woche, kann man sich frei und kostenlos auf dem Gelände bewegen und campieren. Wunderbar. Hier blieben wir.

Nach einem ausgiebigen Grillfest zollte die Aufregung über unsere neue Etappenheimat ihren Tribut und wir fielen glücklich mit uns und der Welt zufrieden in Willis Federbett. Gut so, denn der nächste Tag hielt unsere erste Aufgabe als Grünschnabel-Volontäre bereit: Fenster putzen. Jan freute sich riesig über seine Aufgabe („Fenster putzen ist besser als Toiletten putzen“) und ich fand es ehrlich gesagt nur so mittel. Ich hätte wirklich lieber Klos geschrubbt. Zwei Sachen gibt es nämlich in meinem Hausfrauen-Leben, die ich wirklich nicht mag, fast schon verabscheue: Fenster putzen, und – das ist eindeutig das schlimmste von allen Hausarbeiten – Bügeln. Letzteres wird mir hoffentlich erspart bleiben.

So, genug gemeckert. Denn zum Meckern gab es die Woche über so gut wie gar nichts. Eine freudige Abwechslung zum Lagerkoller der vergangenen Woche. Alles war so wie, und eigentlich noch schöner als wir es uns vorgestellt hatten. Wir schauten uns diverse Bands im pulsierenden Nachtleben Reykjavíks an und fanden das alles ziemlich knorke.

Im Kex Hostel trafen wir zum Beispiel Frida, die bei guter Jazzmusik ihren Geburtstag feierte. Frida ist Soundtracking Fan der ersten Stunde und fragte uns spontan, ob wir nicht Lust hätten, ihr Gesellschaft zu leisten. Hatten wir. Und es war ein reizender Abend.

Mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen, ist hier irgendwie leichter als in Deutschland. Vielleicht liegt das daran, dass man unterwegs ist und mehr auf die Kommunikation mit Leuten angewiesen ist, aber ich denke, die Serviceorientiertheit (eines von Jans Lieblingsworten, weiß der Geier, warum) der Isländer trägt ihr Übriges zur Kontaktfreude bei. Unglaublich nett und zuvorkommend sind sie, allerdings auch sehr direkt. Ich mag das.

Also schnell ins Gespräch zu kommen, war kein Problem. Aber verbindliche Verabredungen treffen: ging so. Und das lag keinesfalls an den isländischen Musikern, weil die keine Lust hatten oder so. Vielmehr hatten wir irgendwie noch nicht so richtig den Durchblick, wie man hier miteinander sprach. Quintessenz dessen, was wir nach Woche 1 in Rvk wissen, ist: Vermeide Worte wie „vielleicht“, „eventuell“, „irgendwann“ oder Phrasen wie „es wäre doch schön, wenn...“, „Lass uns doch einmal versuchen...“. Benutze niemals den Konjunktiv, wenn du ernsthaft daran interessiert bist, jemanden zu treffen. Und gewöhne dir an, ein genaues Date festzulegen, an dem etwas ganz Spezielles, an einem bereits ausgekundschafteten, ebenfalls festen Ort stattfindet. Und dann sei geduldig. 

Manchmal braucht es eben seine 3-7 Tage, bis man das weiß, und so beschränkte sich unsere Musiker-Kommunikation in der Reykjavík-Kennenlernphase auf: „Hey, das ist ja ein spitze Projekt. Klar habe ich Lust, was mit euch zu machen. Ja, ich melde mich dann.“ Fertig. Also gingen wir weiter auf Konzerte und schrieben uns die Finger wund, um dann nur wenige Mails zurückzubekommen. Aber alles halb so wild. Wunderschön war es trotzdem. Zum Beispiel, als wir bei unserem zweiten Kex Hostel Besuch die einzigartigen Boys von Fufanu wiedertrafen. Wer unseren Blog aufmerksam verfolgt, weiß, dass wir sie vor einigen Wochen in Hamburg im Molotow gesehen hatten und völlig aus dem Häuschen waren. So auch diesmal. Wir haben selten eine so präsente, musikalisch vielschichtige und hämmernde Band gehört und gesehen (Außer vielleicht unsere Neuentdeckung 2015 „Milliarden“, aber die sind irgendwie nicht so isländisch). Wirklich einmalig. Im Gaukurinn, einer witzigen Bar in Downtown, die vor den Konzerten immer ein Nerdquiz veranstalten, bei dem die Moderatorin richtig laut ins Mikro schreit und so eine Jahrmarkt-Intonation drauf hat, sahen wir noch die Band „Erik“. Jan war ganz verzaubert von dem Sänger und der leicht schrägen Band. 

Diese neuen Eindrücke und musikalischen Leckerbissen brachten auch Jan richtig in Fahrt. Er saß in Willi und musizierte sich einen ab. Heute Schlager, morgen Rap und dann wieder leise Töne. Alles, was die letzten Wochen nicht so richtig flowen wollte, kam jetzt aus ihm raus. Und wartete nur auf seinen Einsatz. Zunächst nicht mit isländischen Musikern (aus den bereits genannten Gründen), aber auf dem Campingplatz trafen wir Laurie und Jerome. Beide kamen aus Quebec, waren seit zwei Wochen mit dem Rucksack unterwegs und verbrachten ihren letzten Abend auf dem Gelände. Sie saßen auf den Stufen des angrenzenden Hostels und schwangen (unheimlich laut und schwer zu überhören) französische Lieder. In Quebec spricht man nämlich eigentlich Französisch, obwohl das in Kanada liegt. Ich hatte ja keine Ahnung... DIE Gelegenheit für Jan einen kleinen Jam vom Zaun zu brechen. Und siehe da: Laurie entpuppte sich als Naturtalent für das Erdichten von unzusammenhängenden, aber wortwitzigen Gesangselementen, aus denen ein Bicycle-Song resultierte. Ein durchaus gelungenes Stück, das manuelle Technik, melancholische Tonarten, bilinguale Semantik und den Vibe von Interkulturalität in Island repräsentierte. Voilá.

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Soundtracking : Iceland meets Harpa Fönn

Vorgestern haben wir die Musikerin und Filmemacherin @HarpaFönn (Grúska Babúska) bei ihrem Konzert im Loft in Reykjavík, Iceland getroffen und mit ihr über isländische Musik geplaudert. Vor allem hat uns natürlich interessiert, worin denn nun das Geheimnis des isländischen Sounds liegt. Schaut mal, was Harpa dazu sagt:

 

The day before yesterday we met the musician and filmmaker Harpa Fönn at her concert in the Loft Hostel in Reykjavík and talked about Icelandic music. Needless to say, that we were super interested in what the secret of the Icelandic sound is. Here`s what Harpa thinks about that:

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Reykjavík

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Video-Diary #3

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Chapter #3

Lagerkoller. Jetzt schon. Ich hatte gehofft, dass dieses zwangsläufig irgendwann einsetzende „Ich-weiß-nicht-wohin-mit-mir“-Gefühl noch ein bisschen auf sich warten lassen würde, aber irgendwie holte es uns in Woche zwei schon gnadenlos ein. Vor lauter Aufgaben, die wir uns selbst auferlegt hatten, wurden wir gnatschig. Dies musste erledigt werden, das getan, und jenes unbedingt heute noch geschehen. Vor allem die Kreativität litt darunter. Jan versuchte, Musik aus sich rauszupressen, ärgerte sich tierisch, nahm auf, löschte wieder, nörgelte. Viele Musikalitäten fand ich eigentlich ganz gut, aber ihm genügten sie noch lange nicht. Zum Piepen war das. Wenn wir ehrlich sind, war ich allerdings auch nicht besser. Ich hielt meine Kamera überall drauf, filmte wie eine Besengte, fotografierte alles, was mir vor die Linse kam. Es entstand ein unübersichtlicher Wust von Videoschnipseln und Fotostrecken, die zu 99 Prozent nach einem Papierkorb lechzten. Ich schrieb, strich wieder und ärgerte mich über verstrichene Arbeitszeit. Zu guter Letzt schimpfte ich über mein Geschimpfe und sog mir meine Island-Euphorie von ganz alleine aus. 

 

Raus mussten wir. Sonst würden wir irgendwann in Willi versauern. In Kirkjubaerjarklaustur (unglaublich schweres Wort) setzten wir unsere guten Vorsätze dann auch um. Der steile Berg neben unserem Nachtlager schrie schon fast nach uns. Also machten wir uns auf, ihn zu erklimmen. Ziemlich gute Idee! Obwohl wir die Nacht zuvor aufgrund schwerwiegender Winde nicht ein Auge zugetan hatten, tat die frische Brise auf dem Berg unheimlich gut. Bewegung und frische Luft. Das Geheimrezept gegen fast alles. Hat Mama schon immer gesagt. Oben auf dem Wipfel ließen wir unsere Gehirne einmal richtig durchpusten und wurden nach dem Abstieg mit einem tiptop Wasserfall belohnt. Das schönste: Nicht ein einziger Tourist (außer uns) hatte sich hierher verirrt. Traumhaft. Ein richtig schöner Tag war das.

 

Von unserem Kompagnon Jan-Erik, mit dem wir nach wie vor in regem Kontakt stehen, bekamen wir einige Tage später den heißen Tipp, dass es wohl eine „kleine“ Höhle in der Nähe von Vik geben sollte. Ein bisschen versteckt, aber mit dem Auto und einigen hundert Metern Fußweg gut zu erreichen. Ideal um ein bisschen Musik zu machen, oder vielleicht irgendwann einmal ein kleines Konzert zu veranstalten. Keine Frage, das mussten wir sehen. Und dieses Ausflugsziel lohnte sich wirklich. Zehn mal zehn Schritte groß war die Höhle, Wassertropfen rieselten von der Decke und ringsherum schwarze Wüste, die den Horizont auffraß. Ziemlich einmalig für hamburgische Landschaftsbanausen wie uns. Ob die Elbphilharmonie mit der Akustik dieser Höhle mithalten kann? Ich wage es zu bezweifeln. 

 

Jan-Erik ist eindeutig der Mann der guten Tipps, stellen wir immer wieder fest. Ohne zu übertreiben, muss man sagen, dass er nahezu alles über das Reiseleben in Island weiß. All die Dinge, über die wir uns als Island-Neulinge noch gar keine Gedanken gemacht haben - dass die Tipps überhaupt nützlich sein könnten - hat er zusammengetragen und gibt sie freizügig an uns weiter. Dufte. Beispiel: Campingcard. Klar, wenn man plant, ein halbes Jahr in Island zu sein und hin und wieder auf Elektrizität angewiesen ist, erscheint es sinnvoll, einen Campingplatz aufzusuchen. Das kann ganz schön ins Geld gehen. Mit der besagten Campingcard, die wir uns natürlich schleunigst zugelegt haben, können wir nun insgesamt 28 Übernachtungen auf über 30 unterschiedlichen Campingplätzen nutzen. Und das für umgerechnet unschlagbare 100 Euro. Ein ziemlich guter Preis für eine Monatsmiete.

 

Ab nach Langbrok. Hier wollten wir ein bisschen ausspannen. Klappte wieder nur so mäßig. Das mit dem Arbeiten und trotzdem Entspannung finden, müssen wir dringend üben. Zum Glück kam aber mein Geburtstag dazwischen. Und was soll ich sagen? Ich glaube, ich hatte den schönsten Geburtstag meines ganzen Lebens. Jan hat sich so viel Mühe gegeben und den Tisch morgens mit vielen bunten Luftschlangen und Konfetti geschmückt. Außerdem lagen unzählige Schnippselchen mit einzelnen Buchstaben oder Phrasen über den ganzen Tisch verteilt, die ich zusammensetzen musste. Ein Spiel genau nach meinem Geschmack. Like Scrabble. Ich liebe Buchstabensalate! Nachdem ich sicher eine halbe Stunde lang fiebrig Letter an Letter gepuzzelt hatte und vor Spannung fast platzte, ergab das Zusammengefügte endlich Sinn: Ich sollte einen Ausritt auf dem Eyjafjallajökull erleben dürfen. Unglaublich. Nachmittags sattelten wir auf (Ja, Jan ist auch geritten. Gut, oder?) und zuckelten über Stock und Stein. Wie es für mich war, in Worte zu fassen, ist unmöglich und deshalb lass ich das an dieser Stelle offen. Nur so viel: Für mich ist ein viel zu lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Danke, Jan!

 

Zwei Nächte blieben wir noch in Langbrok, musizierten, fotografierten, filmten, sahen Regenbogen, wunderschöne Sonnenuntergänge und bemerkten nicht, dass es sich schon ein Vögelchen auf unserem Gepäckträger bequem gemacht hatte. Erst am Abreisetag entdeckten wir das akribisch zwischen die Fahrräder eingepasste, fast fertige Nest. Das war irgendwie ein Zeichen. Auch wenn es uns unsäglich leid tat, das eben erst errichtete Bauwerk umzusiedeln und dabei zu riskieren, dass der Vogel das gar nicht gut finden würde, wussten wir, dass es jetzt weitergehen muss. Sich in der Natur einzunesteln ist schön und gut, aber Vögel müssen auch einmal ausschwärmen, um die Gegend zu erkunden und Freundschaften zu schließen. Außerdem tun, nach was ihnen der Schnabel steht. Unsere Schnäbel gurrten nach sozialen Kontakten. Abflug nach Reykjavik.

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Kirkjubaejarklaustur - Malerische Orte mit schwierigen Namen

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Chapter #2 - Kalter Dieter oder von Feen und Gnomen

Die erste Woche auf Island war spektakulär. Und zwar in vielerlei Hinsicht. Wir haben mit riesengroßen Augen, offenen Mündern und ziemlich vielen „Aaahh`s“ und „Ooooh`s“ unsere ersten Kinderschritte auf der Insel gewagt. Allerdings erst am dritten Tag, denn erst einmal waren wir eingeschneit. Und wenn ich eingeschneit sage, dann meine ich auch eingeschneit. Ich meine nicht diese kleinen süßen Flöckchen, wie sie in Hamburg vom Himmel tanzen, sich sofort mit dem Grau der Straße vereinen und dann in Form von matschigem Brei höchstens noch ein, zwei Tage am Straßenrand den Kantstein abschrägen. Neeein. Ich meine S-C-H-N-E-E. Viel Schnee. Ich schätze, an Tag 2 waren es sicher 30 Zentimeter feinster Backschnee, der sich wunderbar zu einem riesigen Schneemann verspachteln ließ. Zeit zum Schneefiguren bauen hatten wir ja genug. Irgendwie irre, in einem fremden Land im Wetter festzusitzen. Im Nachhinein muss man sagen, hat es Jan und mir ganz gut getan, drei Tage mal wirklich nichts tun zu können (außer „Dieter“ zu kreieren). Das haben wir nämlich seit ca. einem halben Jahr nicht mehr getan.

 

Und dann ging es los. Von Egilstadir aus ab über den Pass. Und rein in die Welt der Elfen und Gnome. Ganz ehrlich: Kein Wunder, dass es Sagen und Religiöses gibt, wenn man diese Landschaft sieht. Sie lädt förmlich dazu ein, sich Geschichten zu phantasieren und sie auszuschmücken, ja fast schon ein bisschen daran glauben zu wollen, dass hinter dem nächsten Berg mit Schneemütze ein Riese sitzt, der einen Wasserfall weint.

 

Einige Kilometer hinter dem Pass verabschiedeten wir uns dann von unserem liebgewonnenen Freund Jan Erik, den wir auf der Fähre kennengelernt hatten und starteten unsere Route entlang der Südküste. Auf dem Weg nach Höfn, wo wir unser erstes Nachtlager aufschlugen, wollten wir unbedingt einmal in Djupivogur Halt machen. Djupivogur ist mit einem Preis für die langsamste Stadt Islands ausgezeichnet worden, da dort mehr als irgendwo sonst von lokalen Erzeugnissen gelebt wird. Finden wir ziemlich gut. Nach einer ausgewogenen Mittagspause mit leckerem obstigen Skyr, den Jan liebevoll „Erdbeerquarch“ taufte, entflohen wir jedoch dem starken Wind, der unseren treuen Willi zum schunkeln brachte. Zu sehr erinnerte uns diese Schaukelbewegung noch an die Überfahrt mit der Smyrilline Fähre.

 

In Höfn fanden wir eine dringend benötigte Tankstelle (auch Willi hat ab und an Durst) und einen soliden Campingplatz, der uns als Nachtlager diente. Trotz unserer beharrlichen Bemühungen, im Dunkeln nicht zu erfrieren, erwischten wir in unserer ersten Nacht in Höfn noch keine Polarlichter, obwohl sie mit einer hohen Wahrscheinlichkeit angekündigt waren. Dafür hatten wir am nächsten Tag vier neue Nachbarn, die den Rasen ernteten. In meinem Leben habe ich noch keine Rentiere gesehen. Und plötzlich standen sie da, als würden sie zum Inventar des Platzes gehören. Fast schon ein bisschen pikiert, dass diese Menschen mit ihren Autos ihre Festtafel belagerten. 

 

Nach einer weiteren Nacht in Höfn ging es weiter Richtung Vik. Vorbei an einer „Kuschelkuhle“, die ihresgleichen sucht (kann man in unserer Routen-Karte finden) und der Gletscherlagune Jökulsarlon. An vielen Orten mussten wir einfach kurz stehen bleiben, aussteigen, durchatmen. Von jetzt auf gleich konnte sich die Natur und auch das Wetter so schnell verändern, dass es sich einfach lohnte Rast zu machen. Und natürlich haben wir getanzt.

 

Zu dem Tanzvideo gibt es im Übrigen eine ganz eigene Geschichte. Meine persönliche. Denn ich wusste von absolut gar nichts. Plötzlich bekam ich diesen Auftrag von Jan: „Hey, steig hier mal aus und tanz` mal!“ Und das habe ich dann gemacht. Auf dem Feld, vor einem Berg, neben der Lagune und am Meer. Ohne zu ahnen, dass Jan einen Song geschrieben hatte und selbst ganz genau wusste, wie dieser klingt und es rhythmisch um ihn bestellt war. Dass dann trotzdem so ein süßes Video dabei herausgekommen ist, konnte ich beim ersten Anschauen gar nicht richtig fassen.

 

Vorbei an moosüberwachsenen Lavafeldern näherten wir uns schließlich dem Ziel unserer ersten Etappe: Dverghamrar. Ein wunderschöner Ort, an dem wir den Elfen und Gnomen auf`s Neue ganz nah waren. Vielleicht kommt der eine oder andere ja irgendwann auch dort vorbei und freut sich so über die Geschichten auf den Tafeln, die dort aufgestellt sind, wie wir. Und darüber, dass die wissenschaftliche und sagenhafte Tafel in friedvollem Nebeneinander zusammenstehen, die eine die andere sein lässt.

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Video-Diary #2 - Kalter Dieter oder von Feen und Gnomen

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Aurora..

Die letzten Nächte waren wir Zeugen von Polarlichtern. Was ein Spektakel, wenn die da so über einem rumtänzeln. In der Euphorie dann Bilder zu machen und die richtige Kameraeinstellung zu finden, ist nicht ganz so einfach. Dennoch wollen wir hier ein paar Eindrücke zeigen.

 

The last nights we were witnesses of wonderful polar lights. Not so easy to find the right camera adjustment in that moment. But here are some impressions we can´t hold back.

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I Just wanna dance!

Soundtracking : Iceland will mit euch tanzen!

Frisch von der Vulkaninsel präsentieren wir euch unseren ersten Song.

Zusammengeschnipselt, gesungen, gespielt und betanzt von uns. Ist natürlich tierisch geworden.

 

Soundtracking : Iceland wants to dance with you!

Fresh from the volcano island comes our first song.

Cut together, sung, played and danced by us. It`s hysterical.

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Chapter #1

Die ersten Tage unserer Reise liegen hinter uns. Der Weg nach Hirtshals in Dänemark, die Fahrt mit der Fähre nach Seydisfjördur in Island und die damit verbundenen Erlebnisse. In unserem Video-Tagebuch könnt ihr sehen, wie es uns erging...nicht immer gut. Geplagt von Touristen, die 3 Tage mit dieser Fähre nach Island fahren, eine Tagestour mit dem Omnibus machen, durch einen Geysir, einen Wasserfall und vermutlich einen Keramik-Shop gejagt werden, um am nächsten Morgen wieder drei Tage mit dem Schiff zurückzufahren. Als krönenden Abschluss gibt es dann das Zertifikat zur bestandenen "Wikingerprüfung". Man muss nur wissen, wie man die Dinge verkauft und schon sind Schiff und Bus voll. Zweifelhaft, aber anscheinend sehr begehrt. Waren wir froh, als wir das Schiff verlassen durften. Auch wenn wir sehr nette Menschen kennengelernt haben. So seht ihr auf dem Foto Jan, Jan und Jörg (v.l.n.r.). Jan ist Grafik-Designer und Fotograf (northlandscapes.com), lebt in seinem Wohnwagen und ist für unbestimmte Zeit nach Island gereist. Er hat uns viel geholfen in Sachen Internet in Island, so dass wir nun perfekt gerüstet sind. Schließlich ist die Netzabdeckung in Island um Längen besser, als in Deutschland. Auch in die isländische Schwimmbadkultur hat er uns eingeweiht. Man kann nämlich ganz viel falsch machen :-). Jörg wollte gern von uns adoptiert werden, um länger in Island bleiben zu können, doch leider konnten wir ihm diesen Wunsch nicht erfüllen. Nun befindet er sich auf seinem 9-tägigen Trip in seinem Defender. Jörg betreibt für alle Island-Freunde die Seite icelandy.de. Mit Jan stehen wir nach der gestrigen Passüberquerung, gerade noch auf einem Campingplatz in Egilsstadir und harren im Schneesturm aus. 

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Südküste Island - Roadtrip

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Fährfahrt & Ankunft auf Island

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Video-Diary #1

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Ein Portrait in der Taz

Heute freuen wir uns wieder über die Presse - denn wir haben einen Artikel in der taz. Die freundliche Anna Dotti hat uns interviewt und Madeline hat den Jan vor unserem Wohnmobil "Willi" fotografiert. Wen es interessiert, der renne schnell noch zum Kiosk! Und ja..wir sind mittlerweile ziemlich aufgeregt, aber können es kaum noch erwarten. In weniger als einer Woche geht die Reise los. Am 21.4. um genau zu sein. Welch netter Mensch uns auch immer mit Willi sieht, darf gerne mal anklopfen! 

 

Today we are happy about the news. There´s an article in the german newspaper "taz". Anna Dotti made an interview about us and the project. Madeline took the photo. And yes..we´re very excited. We can´t wait for finally going on the boat to Iceland. In less than a week we´ll start our journey. Whoever finds us and our caravan "Willi" - feel free to knock on the door. We love friendly visitors! 

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Soundtracking : Iceland in der Free Men´s World

Am 17.3. ist die neue Ausgabe der Zeitschrift FREE MEN´s WORLD erschienen. Wir haben ein kleines Interview gegeben und sind mit einer Doppelseite drin. Juhu!! Auch wenn die Redaktion unsere Internetseite falsch abgedruckt hat, freuen wir uns. Denn spätestens wenn ihr das hier lest, wisst ihr ja wo ihr uns findet. Und wenn ihr wollt, könnt ihr auch ein Exemplar am Kiosk erwerben :-) Viel Spaß beim Lesen.

 

We had an interview with the german magazine FREE MEN´s WORLD and they gave us two pages. We´re very happy! Even they printed a wrong web-adress we know that you´re reading this right now. So have fun reading (if you understand german language)...

 

Love,

Madeline & Jan

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Abschluss unserer Crowdfunding-Kampagne mit Fufanu / End of our Crowdfunding Campaign with Fufanu

Liebe Freunde,

wir haben gestern Abend das Ende unserer Crowdfunding-Kampagne im Molotow beim Konzert der isländischen Band Fufanu gefeiert. Ein gebührender Abschluss mit allerfeinster Musik. ♥

Wir sind euch unendlich dankbar für die letzten aufregenden 35 Tage bei startnext. Obwohl wir unser Fundingziel nicht erreicht haben, sind wir glücklich über die tollen Kontakte, die sich daraus ergeben haben und auch darüber, dass sich so viele von euch für unser Projekt engagieren. Einiges hat sich schon bewegt und wir freuen uns riesig auf alles, was jetzt erst richtig beginnt. Am 21. April brechen wir nach Island auf und bis dahin gibt es noch viel zu erledigen. Folgt uns weiterhin und begleitet uns auf unserer Reise. Wir schicken euch viel Liebe rüber und sagen noch einmal ganz fett DANKE!

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sound-tracking.com

twitter.com/sound_tracking

instagram.com/soundtracking_iceland

 

Dear friends,

yesterday we celebrated the end of our crowdfunding campaign at the concert of the icelandic band Fufanu. A worthy conclusion with finest music. ♥

We are very thankful for the past 35 exciting days. Although we didn`t reach our funding goal, we are more than happy about the resulting wonderful contacts and also about your engagement for our project. Some things have already moved and we are really looking forward to everything, that is starting now. On April 21st our trip to Iceland starts and until than there are plenty of things to do. Please stay tuned and join us on our journey. We are sending big love to all of you and say THANK YOU again.

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Willi will abgeholt werden / Picking up Willi

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Resümee Woche 3 & 4 / Resumen Week 3 & 4

Heute ziehen wir mal wieder Resümee und haben einiges zu berichten.

Wir haben ein Wohnmobil..Yeah! Es ist ein 30 Jahre alter VW LT50D mit einem wundersamen Aufbau, in dem selbst der große Jan hochhüpfen kann, ohne sich den Kopf zu stoßen. Platz ohne Ende – richtig gut. Der gute hat 5 Tonnen, aber mit dem alten Führerschein ist das ja alles kein Problem. Und..ihr könnt immer noch Namensvorschläge geben.

Die Zeit in Hamburg wird knapp, denn am 21.4. geht unsere Reise los. Dann fahren wir in unserem neuen Mobil Richtung Dänemark und steigen am 23.4. auf die Fähre. Und das schönste ist, dass wir nicht die Online-Buchungsmaske benutzt haben, sondern mit einem einfachen Anruf bei der Reederei, einen dicken Teil der Fährkosten (mehr als die Hälfte) sparen konnten - dank eines versteckten Sonderangebots. Wärmstens zu empfehlen für jeden Islandreisenden.

Zauber des Nordens, ein Magazin für isländische Lebensart und Kultur, begeistert sich ebenfalls für Soundtracking : Iceland und wirbt auf seinem Blog dafür. Danke für den Support!!

Wenn wir durch Island streifen, dann machen wir das nicht einfach so, sondern in nagelneuen Schuhen der Marke AKU trekking & outdoor footwear . Der Hersteller ist auf uns aufmerksam geworden und stattet uns mit jeweils einem Paar schicker und stabiler Schuhe aus. Ebenfalls großes Dankeschön dafür!

Auch unsere Freunde von SONO wünschten uns alles Gute für unser Vorhaben. Thank you Boys!!

Ansonsten gibt es gerade viel zu tun. Abmelden, Wohnung leerräumen, Wohnmobil einrichten und sich so langsam auf den Tag der Abreise einstellen. Es wird Realität und das ist irgendwie ganz schön krass – aber auch seeehhhrr schön!

Wir haben in den letzten 10 Tagen Crowdfunding noch einiges, eiiinniigesss, zu erreichen. Deswegen teilt, mobilisiert und macht mit, wenn ihr es nicht schon getan habt.

An dieser Stelle bedanken wir uns auch ganz herzlich bei unseren bisherigen Unterstützern!!

Am 14.3. gehen wir ins Molotow, zu der wunderbaren, isländischen Band Fufanu. Wer Lust hat, der wohne bei.

Also, danke, danke, danke bis hierhin. Es wird immer spannender.

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Zauber des Nordens

Bei Zauber des Nordens haben wir eine wundervolle Erwähnung erhalten. Danke, lieber Marco Asbach.

 

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Sono Support ♥

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Team Soundtracking komplett / Team Soundtracking completed

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Mein Gott Walter!!!

In der zweiten Woche unserer Crowdfunding-Kampagne haben wir so einiges erlebt. Viele schöne Dinge sind uns passiert, die uns weiteren Auftrieb gegeben haben. Wie das allerdings immer so ist, kam aber auch der ein oder andere Stolperstein um die Ecke und hat uns ein Bein gestellt.

 

Der dicke grüne Bus „Walter“ war in der letzten Woche kurz davor, unser neues Zuhause zu werden. In Gedanken haben wir ihn schon eingerichtet und uns in ihm davontuckern sehen. Doch nun muss er leider bei seinem bisherigen Besitzer bleiben, um ihm ein Dach über dem Kopf zu bieten. Das ist wirklich äußerst schade und auch der Grund, warum wir gerade mit Riesen-Antennen auf der Suche nach einem neuen Mobil sind. So knapp vor Abfahrt eine solche Nachricht zu erhalten, hat uns natürlich einen ordentlichen Schrecken eingejagt, aber wir sind mehr als zuversichtlich, dass wir rechtzeitig einen neuen Weggefährten finden werden.

 

Was war sonst noch so los? Wir hatten am Wochenende ein wunderschönes Fotoshooting mit Frank Dietz von Free Men´s World. Auf den Artikel sind wir höllisch gespannt – er kommt am 17.3. in den Zeitungsladen.

Das Globetrotter-Magazin hat letzte Woche ebenfalls angefragt, ob wir für sie eine Reportage schreiben wollen. Klar wollen wir.

 

Unsere Freunde von Le Fly haben sich für uns im Winterwonderland ausgetobt und uns für Soundtracking : Iceland alles Gute gewünscht. Riesige Freude. Herrlich Dickies!

 

Immer wieder erreichen uns übrigens Botschaften aus Island. Von Musikern, mit denen wir bereits Kontakt aufgenommen haben und uns bald kennenlernen wollen. Letzte Woche ist mit der Band Ourlives wieder ein spannender Baustein dazu gekommen. Wir sind gespannt und aufgeregt, was daraus wird. Hui!

Festivals. Festivals gibt es in Island einige. Wir wollen uns da unbedingt umschauen und über die unterschiedlichsten Happenings berichten – vielleicht auch mit ein paar schönen Interviews der verschiedenen Künstler. Dazu haben wir viel recherchiert und uns um Akkreditierungen gekümmert.

 

Jan hat sich zwischendurch noch mal eben ´ne Lap-Steel gebastelt und wird am Wochenende damit das erste Mal auf der Bühne sitzen. Mit AINO, in Bordesholm und Hannover (falls jemand Lust hat zu kommen). AINO kommt übrigens ursprünglich auch aus dem hohen Norden, aus Schweden, um genau zu sein. Da liegt auch immer viel Schnee.

 

In unserer Wohnung geht es auch voran. Schon vor einigen Wochen haben wir sie gekündigt und nun ist sie schon so gut wie vermietet. Die ganzen Berge an Ballast, die man so über die Jahre ansammelt, müssen jetzt abgetragen werden. Wie unsere Freunde von SONO sagen würden: „Reduce to the max“. Ist was dran. Und deshalb raus mit dem ganzen Quatsch.

 

So war also unsere zweite Woche. Noch drei Wochen Crowdfunding liegen vor uns und wenn wir uns so anschauen, was wir bisher geschafft haben, wird sicherlich noch einiges mehr passieren.

Also – auf geht’s. Ein bisschen was gibt’s noch zu tun. Auch für euch, wenn ihr Lust habt. Liked unsere Beiträge, teilt sie, erzählt allen Freunden und Bekannten von Soundtracking und freut euch ganz doll. Wir tun es auch. Danke, dass ihr dabei seid!

 

 

 

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Le Fly unterstützt Soundtracking / Le Fly supports Soundtracking

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Frank Dietz und Soundtracking

Vielen Dank FREE MEN'S WORLD und ‪#‎FrankDietz‬ für ein aufregendes und trotzdem entspanntes Shooting. ♥♥♥

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Was bisher geschah... / First week of Crowdfunding...

Jan&Madeline resümieren...

Die erste Woche unseres Crowdfundings liegt hinter uns. Wir bedanken uns für diesen Start bei Nordis - Das Nordeuropa-Magazin, Magazin Ratgeberspiel, www.mein-island.net, FREE MEN'S WORLD, Sylvia Massy - Recording Unhinged, The Riptide Movement, Sprinder von LIEDFETT und ganz besonders bei unseren 28 Unterstützern, die bisher 1.125,00 EUR zusammengetragen haben! Unser Dankeschön "Mukkelige Mauken" ist fast ausverkauft, aber wer von Natur aus warme Füße hat, für den ist vielleicht unser Crowd-Song-Dankeschön "Imagine" etwas! Schaut rein, teilt fleißig weiter und unterstützt Soundtracking : Iceland! www.startnext.com/soundtracking-iceland

 

 

The first week of crowdfunding is over. We would like to thank Nordis - Das Nordeuropa-Magazin, Magazin Ratgeberspiel, www.mein-island.net, FREE MEN'S WORLD, Sylvia Massy - Recording Unhinged, The Riptide Movement, Sprinder from LIEDFETT and most of all our 28 Supporters, who funded 1.125,00 EUR until now. Our "Fire Feet" are nearly sold out. But perhaps you like to participate in the crowd-song? Take a look at www.startnext.com/soundtracking-iceland, share and support!!

 

 

‪#‎crowdfunding‬ ‪#‎startnext‬ ‪#‎thankyou‬ ‪#‎firstweek‬ ‪#‎iceland‬ ‪#‎soundtracking‬

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Sounds from Iceland - Dikta

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Ireland supports Soundtracking - The Riptide Movement

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Zu Besuch bei Sylvia Massy / Visiting Sylvia Massy

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Unser erstes Interview / Our first Interview

Madeline berichtet...

Heute hatten wir unser erstes Interview mit der wunderbaren Sonja von FREE MEN'S WORLD ♥♥♥ 

Ab dem 17. März findet ihr uns dann überall dort, wo man Zeitschriften kaufen kann.

Today we had our first Interview with wonderful Sonja from FREE MEN'S WORLD.

‪#‎sound_tracking‬ ‪#‎iceland‬ ‪#‎freemensworld‬ ‪#‎erstesinterview‬

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Soundtracking Reiseroute / Soundtracking Travel Route

Madeline zeigt euch...

wie unsere Reise im Mai losgeht. Mit viel guter Musik und einer Menge Liebe im Bauch geht es von ‪#‎Hamburg‬ ‪#‎StPauli‬ ins dänische ‪#‎Hirtshals‬, um dort mit der Fähre nach ‪#‎Seyðisfjörður‬ überzusetzen. Drei Tage dauert die Überfahrt. Wir schippern über das Wasser, vorbei an den ‪#‎FäröerInseln‬ bis zum Land aus Feuer und Eis. Von da aus geht es dann weiter nach ‪#‎Reykjavík‬, um direkt in die pulsierende Musikszene einzutauchen. 

Wunderschön, oder? ♥♥♥

www.startnext.com/soundtracking-iceland

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Mein-Island.net berichtet über "Soundtracking : iceland"

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Danke, ihr besten! / Thank you, Georgeous!

Jan & Madeline danken...

...unseren allerbesten Freunden und fleißigen Helfern, die dazu beigetragen haben, dass „Soundtracking : Iceland“ überhaupt Flügel verliehen werden konnte.

Vielen Dank:

Daniel Michel von LIEDFETT für das fabulöse Gastspiel im Video.

Horst Schleich von Crazy Horst für unsere Lieblingslocation im Video.

Oliver Hampe von Le Fly | St. Pauli Tanzmusik und Melanie Biesenbach von Menschenskinder für das wunderbare Video.

Kristina Ahrens von Farbspecht für das zauberhafte Logo.

Debra Eller & Reed Eller für ihr „Just do it!“ und besseres Englisch in allen Lebenslagen.

Laura Schenzel & Hanke Blendermann für Rat und Tat in erster Stunde.

Solveigh Reck für Beratung und Beistand

und unseren Unterstützern der allerersten Stunde auf startnext.com/soundtracking-iceland.

 

 

Jan & Madeline would like to thank...

...our very best friends and busy bees, who helped us, to give wings to „Soundtracking : Iceland“.

Thank you so much:

Daniel Michel from LIEDFETT for the marvellous performance in the video.

Horst Schleich from Crazy Horst for our favourite location in the video.

Oliver Hampe from Le Fly | St. Pauli Tanzmusik and Melanie Biesenbach from Menschenskinder for the lovely video.

Kristina Ahrens from @Farbspecht for the magic logo.

Debra Eller & Reed Eller for their „Just do it!“ and better English in all phases of life.

Laura Schenzel & Hanke Blendermann for help and advice from the very start.

Solveigh Reck for advice and support

and our very first supporters at startnext.com/soundtracking-iceland.

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nordstarter Kuratiert "Soundtracking : Iceland"

Sechs Stunden nach unserer Veröffentlichung... Die Crowdfunding-Page der #HamburgKreativGesellschaft (#nordstarter) kuratiert #SoundtrackingIceland. Wie wunderbar ♥

 

Six hours since our release... The crowdfunding page of #HamburgKreativGesellschaft (#nordstarter) curates #SoundtrackingIceland. Beautiful ♥

 

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Crowdfunding-Video

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Crowdfunding-Kampagne ist gestartet - Crowdfunding-campaign has started

Auf geht's! Unsere Crowdfunding-Kampagne ist angelaufen. Und jetzt seid ihr gefragt. Während wir fleißig organisieren, Kontakte zu Musikern pflegen, Equipment anschaffen und unseren vierrädrigen Begleiter auf Vordermann bringen, freuen wir uns über jeden Cent, der uns unserem Funding-Ziel von 10.000 € näherbringt. Schaut auf unserer Startnext-Seite vorbei und sucht euch ein schönes Giveaway aus. Schreibt uns E-Mails. Kommentiert und teilt unsere Idee, damit alle eure Freunde von unserem tollen Projekt erfahren und es weitersagen. Unsere Community soll wachsen und gedeihen. Schmeißt unsere Freude und Liebe raus in die Welt! Yieha!

 

Here we go! Our Crowdfunding-Campaign just started. And now it´s your turn. While we keep on organizing, let our musicians-network grow, getting the equipment and set up our camping-caravan, we are happy and thankful for every Cent, that helps us to reach our Funding-Goal of 10.000 EUR. You are hearty invited to visit our campaign on Startnext and look for your personal reward.  Get in contact with us via E-Mail. Leave comments and share our idea, so all your friends can recognize it and spread it too. The Community shall grow. Throw our love and happiness out in the world. Let´s roll!

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Wohn-Freund-Besichtigung / Looking for Our residential-Compagnon

Nase & Jan (v.l.n.r.) sind zwar sehr fotogene Kerlchen, eigentlich ging es heute aber um das große, grüne Etwas. Einen Namen haben wir schon für unseren Wohn-Freund in spe.

 

Nase & Jan (l.t.r), it's true, are very photogenic guys, but actually our trip today had to do with the big, green thing. We already have a name for our residential-compagnon in spe.

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Finanzierungsphase ist beantragt / Funding-Phase applied

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Facebook-Seite ist online / Facebook is online

In wenigen Tagen ist es soweit. Wir gehen schon am Stock und müssen jetzt endlich raus damit. Versammelt euch, richtet euch auf unserer Facebook-Seite häuslich ein und seid dabei, wenn wir den Startschuss unserer Crowdfunding-Kampagne bekanntgeben. Dann erfahrt ihr, worum es hier wirklich geht. Wir freuen uns auf eure Unterstützung!!

 

Only a few more days to go. We are on our last legs and finally have to make it official. Come together, make yourself comfortable and be present on our facebook-profile, when the starting-signal to our crowdfunding-campaign is given. Then you´ll know what this is all about. We´re looking forward to your support!!

‪#‎soundtracking‬ ‪#‎iceland‬

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