// Spendenaktion: #dingemitmusikregeln // Soundtracking-Kalender "Inselstimmen" für die Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V.

 


 

Weihnachten poltert mit großen Stiefel-Stampfern auf uns zu und wie jedes Jahr sitzen Jan und ich seit einigen lauschigen Abenden bei Kerzenschein zusammen und fragen uns, wie wir dieses Fest verbringen möchten, was und ob wir uns etwas schenken, was wir verschenken, was das alles soll und wie der Weihnachtsmann aussieht.

 

Eine Frage, die wir in diesem Jahr sehr schnell klären konnten, war die des Ortes und der Gesellschaft. Denn nachdem wir mit Soundtracking : Iceland ein halbes Jahr fern von Zuhause, unseren Familien und Freunden verbrachten und uns die letzten zwei Jahre über Weihnachten ins Ausland schlichen, um dem Trubel zu entfliehen, wollen wir dieses Jahr nachholen, was wir in den letzten verpassten: Ein bisschen Familienwahnsinn am Heiligen Abend, alle knuddeln, drücken, herzen, viel gutes Essen in uns hineinstopfen, mit unseren Liebsten darüber schmunzeln, wenn wieder die ewigen Kamellen von früher herausgezupft werden, Muttis und Vatis sich auf die Schenkel klopfen, während die Kinderlein genierlich am Plätzchen knabbern. Wir wollen beieinander sein in diesem Jahr.

 

 

 

Das größere Thema war eher eine Diskussion übers Schenken. Im Grunde waren Jan und ich uns immer einig, dass Geschenke schenken nur Geld umschichten bedeutet. Besonders an Tagen wie Weihnachten, Ostern, an Valentinstagen. Denn an diesen Tagen ist es fast schon ein Brauch, Geld auszugeben, des Datums wegen, das erworbene Präsent einem lieben Menschen zu schenken, der wiederum einen ähnlich hohen Betrag in ein Geschenk für sein Gegenüber investiert. Im besten Falle freuen sich Menschlein eins und zwei, im schlechtesten Fall gefällt alles nicht und verstaubt schon am nächsten Tag in der tiefsten Ecke. Von den Schenkenden, Liebenden und Geldausgebern gut gemeint. Und auf der anderen Seite zeitlich voraussehbar und profitabel für andere. Irgendwie nicht unser Ding. Gerade im letzten halben Jahr haben wir noch einmal mehr gelernt, wie viel bzw. wenig wir eigentlich zum Leben brauchen und dass es uns auf ganz andere Dinge ankommt.

 

 

 

Seit einigen Jahren spenden meine Familie und ich jedes Jahr zu Weihnachten etwas Geld an einen ganz bestimmten Menschen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, krebskranken Kindern mit Musik etwas Leichtigkeit zu schenken. Er spielt ihnen vor, lässt sie trommeln und an der Ukulele zupfen, lässt sie den Krebs für einen Augenblick vergessen. Dieser gute Mann heißt Gerd Kappelhoff und arbeitet als Musiktherapeut auf der Kinderkrebsstation im Universitätsklinikum Eppendorf.

Meine Familie und ich kennen Gerd schon lang, denn auch wir waren vor vielen Jahren lange Zeit täglich im UKE. Waren selbst betroffen von einer Krebserkrankung in der Familie, wo wir immer dachten, dass so etwas nur anderen passiert. Waren völlig geschockt, verzweifelt darüber, dass ein kleines, sechsjähriges, unschuldiges Kind eine so zerstörerische Krankheit ereilen kann. Doch immer dann, wenn wir mit traurigen Gesichtern, voll Sorge und Angst das UKE betraten, wartete ein gut gelaunter, lustiger und strahlender Mann, ein zotteliger Zausel auf uns und wischte alle schlechten Gefühle für einen Moment vom Tisch. Trommelte, klampfte und musizierte mit dem Kind, dass kein Regen mehr fiel, sang sich die Kehle trocken und ließ Lieder aus dem Rekorder dröhnen, die fast schon empörend fröhlich waren. Heute bin ich der festen Überzeugung, dass Gerd mit seiner positiven Energie und seiner Leidenschaft dafür, die Dinge mit Musik zu regeln, wesentlich dazu beigetragen hat, dass wir noch immer genauso viele sind.

Weil Jan und ich denken, dass das gesamte Team der Kinderkrebsstation im UKE zusammen mit Gerd Kappelhoff eine unglaublich wichtige und wertvolle Arbeit leistet, möchten wir auch dieses Jahr auf das gegenseitige Beschenken verzichten und Weihnachten als Anlass nehmen, uns dafür einzusetzen, dass auch andere Kinder in den Genuss der wunderbaren Arbeit von Gerd Kappelhoff kommen und gemeinsam mit ihm an ihrem Lebensmut festhalten.

 

 

In den letzten Wochen haben wir einen kleinen Islandkalender zusammengestellt und werden den gesamten Erlös aus dem Verkauf Gerd Kappelhoff von der Kinderkrebsstation des UKE zukommen lassen.

 

Unseren Kalender „Soundtracking : Iceland – Inselstimmen“ für das Kalenderjahr 2017 kann jeder, der sich mit einem kleinen Beitrag an der Spendenaktion beteiligen möchte, für 19,90 Euro (zzgl. 4,95 Euro Versandkosten innerhalb Deutschlands) bestellen. Abzüglich der Produktionskosten und Drucke bleiben 9,90 Euro pro Kalender übrig und gehen direkt an den Spenden sammelnden Verein, die Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V.

Mit dem gesammelten Geld wird Gerd Kappelhoff und seine wichtige Arbeit finanziert.

 

Bestellungen des „Soundtracking : Iceland – Inselstimmen“-Kalenders nehmen wir bis zum 31.12.2016 unter folgender E-Mail-Adresse entgegen:

 

info@mymoments.de

 

In der ersten Januarwoche geht der Kalender dann in die Post. Bitte gebt in der E-Mail die Rechnungs- und Lieferadresse, sowie die gewünschte Menge und den Betreff „Dinge mit Musik regeln“ an.

 

Wir danken Euch bereits jetzt für Eure Unterstützung und freuen uns, wenn wir gemeinsam etwas Gutes tun können.

 

Vielen Dank für eure Unterstützung und eine schöne Weihnachtszeit!

 

Jan & Madeline

#soundtrackingiceland #dingemitmusikregeln #knackdenkrebs

Weitere Informationen auf www.kinderkrebs-hamburg.de

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